Winterberg ein beliebter Startplatz für Drachenflieger

Am Schleppseil: Tim Grabowski wird von Christoph Bayer in die optimale Thermik gezogen.
Am Schleppseil: Tim Grabowski wird von Christoph Bayer in die optimale Thermik gezogen.
Foto: Jörg Bajewski
Was wir bereits wissen
Nein, ruhig war es nicht in den vergangenen zwei Tagen im Winterberger Luftraum. Trotz des Sonnenscheins und dem zumeist blauen Himmel ging es eher turbulent zu über und unter den Wolken. Für einen Weltmeister im Drachenfliegen eine reizvolle Situation.

Winterberg..  Nein, ruhig war es nicht in den vergangenen zwei Tagen im Winterberger Luftraum. Trotz des Sonnenscheins und dem zumeist blauen Himmel ging es eher turbulent zu über und unter den Wolken. Für einen Weltmeister im Drachenfliegen eine reizvolle Situation. Und der kleine Flugplatz an der Remmeswiese ist ein durchaus beliebtes Ziel in der Szene.

Tim Grabowski aus Füssen ließ es sich jedenfalls am Donnerstag nicht nehmen, in Winterberg mit seinem so genannten Starrflügler in die Lüfte zu steigen. Der 28-Jährige sicherte sich 2014 den Weltmeistertitel in der Starrflügler-Klasse FAI 5 beim Streckenfliegen auf Zeit in Frankreich. Bei einem Starrflügler bestimmt der Pilot Höhe und Geschwindigkeit mit dem eigenen Körpergewicht, die Kurven werden über Hilfsklappen aerodynamisch gesteuert.

Der in der Szene prominente Gast war nicht zufällig in Winterberg. „Hier ist es ideal, da wir durch den Winterberger Piloten Christoph Bayer mit seinem Ultraleicht-Flieger in die optimale Thermik geschleppt werden und uns dann einfach ausklinken. Dies ist sonst nicht unbedingt üblich“, so Tim Grabowski. Der 28-Jährige bewältigte am Donnerstag in einem sogenannten Dreiecks-Flug von Winterberg über Hallenberg nach Gemünden und wieder zurück in fast drei Stunden 81,1 Kilometer. „Ein guter Trainingsflug“, so sein Fazit.

Mittelgebirge sind beliebt

Ohnehin sind die Mittelgebirge mittlerweile in der Flieger-Szene angekommen. „Früher war es so, dass nur die Hochgebirge zählten. Es hat sich aber rumgesprochen, dass Mittelgebirge wie das Sauerland und auch das Flachland sehr gute und anspruchsvolle Möglichkeiten bieten“, so Christoph Bayer.