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Jugendherberge

Wenn im Backes angeheizt wird...

11.03.2011 | 17:51 Uhr
Wenn im Backes angeheizt wird...
Brotbacken im Backes der Jugendherberge Brilon: Dorothee Wenken und Harald Förster.

Brilon.Wie wär’s mit einem leckeren Dinkel-Roggenbrot ganz frisch aus dem Holzofen - bestrichen mit einem deftigen Sauerkraut-Schmand-Aufstrich? In der Jugendherberge wird Brot gebacken.

Dazu eine Tasse „Kuscheltee“ und zum Nachtisch ein schönes Stück Dinkel-Vollkorn-Apfelkuchen? Das alles gibt’s einmal im Monat im Backes an der Jugendherberge Brilon. Gestern war der erste Backtag gemeinsam mit der Bäckerei Förster aus Nuttlar. Bäckermeister Harald Förster hat alle Hände voll zu tun: Der Holzofen muss mit einem richtigen Feuer angeheizt werden, die Zutaten müssen zu Teig verarbeitet werden und gleichzeitig muss er aufpassen, dass Brot und Kuchen bei optimaler Temperatur gebacken werden. Seine Frau Silvia und Herbergsleiterin Dorothee Wenken sorgen derweil für das Wohl der Gäste in dem gemütlichem Backhaus.

Sie halten jede Menge Leckereien bereit: Honig von einem heimischen Imker, selbst gebackene Müsli-Riegel, vegetarische Brotaufstriche, Kuchen, fair gehandelter Bio-Kaffee... Und da die Briloner Jugendherberge die erste C02-neutrale Jugendunterkunft Deutschlands ist, wird natürlich auch bei dieser Aktion Wert auf Klimafreundlichkeit gelegt. Da ist so ein Holzofen natürlich ideal. „Wir zeigen hier, dass man auch mit kleinen Schritten etwas tun kann“, so Herbergsleiter Ulrich Wenken.

Damit der Ofen auf die richtige Temperatur kommt, wird er mit einem Buchenfeuer angeheizt. Harald Förster verteilt die Glut und wartet so lange, bis das Thermometer außen die gewünschten 360 bis 380 Grad anzeigt. Dann wird die Glut entfernt und die ungebackenen anderthalb Pfund schweren Teig-Ovale werden in den Ofen geschoben. Nach 50 bis 60 Minuten sind sie fertig. Nun kann der Kuchen nachgeschoben werden, denn der braucht lediglich eine Temperatur von etwa 200 Grad. „Durch die hohe Temperatur bekommt das Brot schnell eine kräftige Kruste und gleichzeitig bleibt die Feuchtigkeit im Brot“, erklärt Harald Förster.

Und was genau kommt da eigentlich rein? Nur Vollkorn-Mehl, Salz und Wasser. Im Winter verwendet Harald Förster zusätzlich Hefe.

Angesprochen werden sollen mit den regelmäßigen Backtagen zum Beispiel Wanderer, Fahrradfahrer und alle, die sich gesund und lecker ernähren wollen.

Nächster Termin ist am Freitag, 15. April von 14 bis 17 Uhr. Alle weiteren Termine (freitags) gibt’s auch im Internet unter: www.djh-wl.de/brilon.

Jutta Klute

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