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Von Blues Brothers bis Beethoven

30.05.2011 | 18:25 Uhr
Von Blues Brothers bis Beethoven

Brilon.Er ist ein gesellschaftlicher Treffpunkt in Brilon und aus dem Kulturleben der Stadt nicht mehr weg zu denken. Jahr für Jahr stellt der Spielplanausschuss des Besucherrings ein hervorragendes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine.

Und auch die Auswahl für die Spielzeit 2011/2012, die im Oktober beginnt, kann sich wieder sehen lassen.

„Die Zahl der Abonnenten ist seit Jahren konstant“, stellten gestern Gudrun Gutermuth und Brigitte Sommer, die „Motoren“ des Besucherrings, im Rahmen der Programmpräsentation in der Sparkasse Hochsauerland zufrieden fest. Rund 70 Prozent der Gesamtplätze im Kolpinghaus nehmen Besucher mit einem festgebuchten Platz ein. „Das sind derzeit etwa 260 Abonnenten“, so Brigitte Sommer.

Bereits im August/September des letzten Jahres begannen die Vorbereitungen für die jetzige Spielsaison. „Wir informieren uns zunächst über das, was angeboten wird, sammeln alles und sortieren dann aus“, berichtet Gudrun Gutermuth. Da die Stadt seit vielen Jahren Mitglied beim Westfälischen Landestheater ist, wird dessen Programm besonders intensiv studiert. Einige vielversprechende Termine werden schon vorreserviert. Das letzte Wort hat dann aber der Spielplanausschuss. Die Mehrheit der Stimmen gibt letztlich den Ausschlag. Im November/Dezember ist dann alles in trockenen Tüchern. Hier nun das neue Programm kurz skizziert:

Nachdem in der vergangenen Saison das Johnny-Cash-Musical in der Gunst des Publikums ganz oben oben stand, ist auch in diesem Jahr wieder - gleich zu Beginn - ein Musical hitverdächtig. Das Westfälische Landestheater stellt am 14. Oktober, 20 Uhr, die „Blues-Brothers“ mit viel Live-Musik in einem der mitreißendsten Kultstoffe der amerikanischen Filmgeschichte vor. Die Besucher erleben alle Hits von „Everybody needs somebody to love“ über „Gimme some lovin’“ bis hin zu „Sweet home Chicago“ und werden von der einzigartigen Kraft des Rhythm’n’ Blues elektrisiert.

Am Freitag, 4. November, 20 Uhr, erfüllt der Besucherring einen langgehegten Wunschtraum für Brilon, den „Jedermann“, das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal. Durch die Freilicht-Aufführung alljährlich zu Füßen des Salzburger Domes dürfte jeder schon einmal von dem Stück gehört haben. In einer der Hauptrollen ist Ellen Schwiers zu sehen.

Das Spieljahr schließt am Montag, 12. Dezember, 20 Uhr, mit einem locker-besinnlichen Ehe-Drama „Haus, Frauen, Sex“. Mit dabei ist Martin Lindow, spätestens seit seiner Rolle als Polizist Sigi Möller in Polizeiruf 110 auch in Brilon bekannt.

Im neuen Jahr kommt am Montag, 9. Januar, 20 Uhr, Jürgen Prochnow mit dem Stück „Der Seefahrer“ in die Stadt des Waldes. Dabei handelt es sich um eine mysteriöse Weihnachtskomödie.

In der „Der Priestermacher“ am Sonntag, 29. Januar, 20 Uhr, stehen sich ein altgedienter Priester und ein junger Seminarist gegenüber.

Bei dem Stück „Justiz“ von Friedrich Dürrenmatt stellen sich am Sonntag, 26. Februar, 20 Uhr, folgende Fragen: „Was ist die Wahrheit hinter der Wahrheit?“ „Wer ist der eigentlich wirkliche Täter?“

Am Dienstag, 13. März, 20 Uhr, gibt es eine Neuversion des Traumtheaters Salomé, das das Briloner Publikum schon einmal zu Begeisterungsstürmen hingerissen hat. „Stufen zum Himmel - Eine Reise zum Ende des Regenbogens“ heißt das Programm.

Den Abschluss bildet am Sonntag, 6. Mai, 20 Uhr, in der Aula des Schulzentrums das Sinfoniekonzert mit dem Philharmonischen Orchester Hagen und Werken von Liszt, Braunfels und Beethoven.

Bernd Sangermann

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