Vom Moselmarsch bis zu den Blues Brothers

Brilon..  Es gehört schon fast im wahrsten Sinne des Wortes zum guten Ton, beim großen Jahreskonzert des Blasorchesters Brilon (BOB) in der Schützenhalle zu Anfang eines jeden Jahres dabei gewesen zu sein.

Und einmal mehr hielt der bunte Melodienreigen das, was die Ankündigung versprach, nämlich für jeden Musikgeschmack etwas. Das ist es ja gerade, was die Freunde der Blasmusik am Jahreskonzert des fast 60-köpfigen Klangkörpers unter der Leitung von Pietro Sarno so schätzen wissen. Sicherlich auch die zahlreichen, befreundeten Schützenbruderschaften und die „Hochsauerländer “ aus Hoppecke, die der Vorsitzende des BOB, Ludger Bode, ebenso wie zahlreiche weitere Ehrengäste herzlich willkommen hieß.

„Die schöne Helene“

Nach dem Auftakt mit „Young Pheasants in the Sky“ von Satoshi Yagisawa und der schönen Helene („La Belle Helene“) von Jacques Offenbach wurde das Konzert richtig anspruchsvoll. Das Orchester von Pietro Sarna servierte dem Publikum mit der „Appalachian Ouverture“ von James Barnes und „Lebuinus ex Daventria“ jene zwei Stücke, mit denen im vergangenen Mai beim Landesmusikfest in Soest ein bombiges Ergebnis und fast die maximale Punktzahl erzielt wurde. Das zeige, dass Brilon in Sachen Blasmusik auf dem richtigen Weg sei, so die beiden Moderatoren Sabine Götte und Michael Schmitz. Am Rande sei noch erwähnt, dass beim „Lebuinus ex Daventria“ noch einmal die guten alten Blockflöten zum Einsatz kamen, passend zum „Tag der Blockflöte“. Nach einigen Ehrungen (siehe Bericht unten) ging‘s mit dem „Moselmarsch“ in die Pause.

Der Marsch „Wir präsentieren“ bildete den Auftakt von Teil zwei des mehr als zweistündigen Konzerts. Nach der „Appalachian Ouverture“ ließ das Orchester mit „A Tribute to Ray Charles“, den Sound eines der größten Künstler aller Zeiten wieder aufleben. Es folgte ein Ausflug in die Welt des Films. Mit einem Medley aus der Filmkomödie die „Blues Brothers“ zogen die Musikerinnen und Musiker noch einmal alle Register der sinfonischen Blasmusik, was ihnen das Publikum mit stürmischem Applaus dankte.

Zum Ende gab’s flotte Marschmusik mit „Abschied der Gladiatoren“. Doch damit war noch lange nicht Schluss, denn einige Zugaben waren fällig. Ein Zeichen dafür, dass es dem Publikum gefallen hatte. Anschließend wurde zu den Klängen der „Big Band“ des Blasorchesters noch das Tanzbein geschwungen.