Vollsperrung alternativlos

Brilon-Wald..  Die Vollsperrung auf der L 743 zwischen Brilon-Wald und Bruchhausen hat auch die Landesregierung in Düsseldorf beschäftigt. CDU-MdL Matthias Kerkhoff (Olsberg) wollte in einer Kleinen Anfrage wissen, ob Alternativen zur Vollsperrung geprüft wurden. Laut NRW-Verkehrsminister Michael Groschek gab es keine Alternativen, da die Fahrbahn nur 6,60 Meter breit ist. Für eine einstreifige Baustellenverkehrsführung müsse gemäß Arbeitsschutzrichtlinien aber eine Gesamtbreite von ca. 8,90 Meter eingehalten werden.

Ab April sollen zwischen der Feuereiche und der B 251 auf einer Länge von rund 1250 Meter der Kanal und die Straße erneuert werden. Damit ist die Verbindung aus dem Raum Bruchhausen/Elleringhausen nach Willingen für ein halbes Jahr gekappt. Die Umleitung erfolgt großräumig über Olsberg und Brilon.

Folge: Von Bruchhausen beträgt der Weg nach Willingen statt etwa 15 dann 35 Kilometer. Auf Kerkhoffs Frage nach den Belastungen für Pendler und den Tourismus in der Region, antwortet Minister Groschek: „Durch der Erhaltungsmaßnamen an der L 743 und die damit verbundene offizielle Umleitung (über Brilon B 480, B 7, B 251) ergibt sich für die Verkehrsteilnehmer ein Umweg von ca. 13,6 Kilometer mit entsprechend längeren Fahrzeiten.“

Die Strecke soll für sechs Monate gesperrt werden - doch da gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer: „Über die vertragliche Vorgabe kurzer Ausführungsfristen und paralleler Tätigkeiten mit zum Teil mehrerer Kolonnen kann die Bauzeit um sechs Wochen auf viereinhalb Monate reduziert werden.“ Ein 24-Stunden-Betrieb sei nicht vorgesehen, da sich bei ähnlichen Erhaltungsmaßnahmen „hohe Qualitäts- und Kostenrisiken gegenüber geringen erreichbaren Zeitvorteilen“ gezeigt hätten.

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme werden auf 2,87 Mio. Euro geschätzt.