Vier Termine für verkaufsoffene Sonntage festlegen

Die Kirmes hat sich in Olsberg mittlerweile wieder etabliert. Zurzeit geht es in Olsberg um die verkaufsoffenen Sonntage.
Die Kirmes hat sich in Olsberg mittlerweile wieder etabliert. Zurzeit geht es in Olsberg um die verkaufsoffenen Sonntage.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Über verkaufsoffene Sonntag wird zurzeit in Olsberg diskutiert.

Olsberg..  Der Einzelhandelsverband Südwestfalen sieht in ihnen ein „klares Zeichen zur Förderung und zum Erhalt des örtlichen Handels“, der Gewerkschaft Verdi dagegen sind sie ein Dorn im Auge: das „Olsberger Frühlingsfest“, das „Olsberger Herbstfest“ und das „Olsberger Lichterfest“. Denn dabei, so Verdi, stehe „offenbar das wirtschaftliche Interesse der Händler“ im Mittelpunkt und nicht der laut Ladenöffnungsgesetz erforderliche „anlassbezogene“ Hintergrund. Dienstag, 20. Januar, steht das Thema im Ausschuss für Ordnung und Soziales (17 Uhr, Ratssaal) auf der Tagesordnung. Der Rat muss die vier Termine per Ladenöffnungssatzung festlegen.

Anziehungskraft für ganze Region

Und da sieht auch die Stadtverwaltung Handlungsbedarf bei der Fachwelt Olsberg, wie der Gewerbeverein mittlerweile heißt. Zwar haben sich diese Aktionstage des örtlichen Handels - ähnlich wie die Kirmes - mittlerweile etabliert und sie finden auch überörtlichen Zuspruch. Für Bürgermeister Fischer haben sie „eine gewisse Tradition entwickelt“. Allerdings sollte versucht werden, mit der Fachwelt feste Termine - beim „Lichterfest“ böte sich etwa der zweite Advent an - für diese verkaufsoffenen Sonntage zu suchen.

Die Olsberger Kirchen haben keine Bedenken zu den verkaufsoffenen Sonntagen vorgetragen, heißt es in der Vorlage der Verwaltung zur Sitzung am Dienstag. Ihnen werde ohnehin insofern Rechnung getragen, als dass die Öffnungszeiten von 13 bis 18 Uhr und somit außerhalb der Hauptgottesdienstzeiten liegen.

Die Gewerkschaft weist noch auf den verfassungsrechtlich garantierten Arbeitnehmerschutz hin. Den sieht die Stadtverwaltung als gegeben an. Denn angesichts der „Größenordnung der hiesigen Einzelhandelsgeschäfte“ seien von der Sonntagsöffnung „im Wesentlichen die Betriebsinhaber selbst und mithelfende Familienangehörige betroffen“. Die Zahl der Angestellten, die an diesen Tagen sonntags mit ran müssen, sei „relativ gering und sicherlich auch nicht unverhältnismäßig“. Im Übrigen gebe es ja einen entsprechenden betrieblichen Ausgleich: Zumindest, so Fischer in der Vorlage weiter, „liegen keine anders lautenden Erkenntnisse vor“.

Die vier verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr in Olsberg sind:

Frühlingsfest: 22. März

Frühjahrskirmes: 10. Mai

Herbstfest: 25. Oktober

Lichterfest: 13. Dezember