Videoschaltung ermöglicht Ferndiagnose in Winterberg

Kooperation besiegelt - die Partner des Neuro-Netz Mitte nach der Vertragsunterzeichnung (von links): Karsten Honsel, Vorstandsvorsitzender der GNH, Gerhard M. Meyer von der Firma Meytec, Svenja Ehlers, Kaufmännische Direktorin Klinikum Kassel, Bernd Tilenius, Geschäftsführer Krankenhaus Bad Arolsen und Kreiskliniken Kassel, Ralf Schulz, Geschäftsführer Kreiskrankenhaus Frankenberg, Prof. Dr. Andreas Ferbert, Direktor der Klinik für Neurologie im Klinikum Kassel, Andreas Karras, Oberarzt Innere Medizin im Krankenhaus Bad Arolsen, Dr. Dirk M. Fellermann, Regionalgeschäftsführer Asklepios Nordhessen, Dr. Arved-Winfried Schneider, Chefarzt der Medizinischen Klinik im Stadtkrankenhaus Korbach und Christian Jostes, Geschäftsführer Stadtkrankenhaus Korbach und St. Franziskus-Hospital Winterberg.
Kooperation besiegelt - die Partner des Neuro-Netz Mitte nach der Vertragsunterzeichnung (von links): Karsten Honsel, Vorstandsvorsitzender der GNH, Gerhard M. Meyer von der Firma Meytec, Svenja Ehlers, Kaufmännische Direktorin Klinikum Kassel, Bernd Tilenius, Geschäftsführer Krankenhaus Bad Arolsen und Kreiskliniken Kassel, Ralf Schulz, Geschäftsführer Kreiskrankenhaus Frankenberg, Prof. Dr. Andreas Ferbert, Direktor der Klinik für Neurologie im Klinikum Kassel, Andreas Karras, Oberarzt Innere Medizin im Krankenhaus Bad Arolsen, Dr. Dirk M. Fellermann, Regionalgeschäftsführer Asklepios Nordhessen, Dr. Arved-Winfried Schneider, Chefarzt der Medizinischen Klinik im Stadtkrankenhaus Korbach und Christian Jostes, Geschäftsführer Stadtkrankenhaus Korbach und St. Franziskus-Hospital Winterberg.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Das St. Franziskus-Hospital will dadurch Schlaganfall-Patienten besser versorgen können. Es ist das erste Krankenhaus in NRW im Netzwerk „Neuro-Netz Mitte“.

Winterberg..  Patienten mit neurologischen Notfällen – wie beispielsweise Schlaganfällen – benötigen rasche Diagnostik und Therapie. Mit einer besonderen Technik wird das St. Franziskus-Hospital die Versorgung von Schlaganfall-Patienten künftig weiter verbessern. Gemeinsam mit dem Klinikum Kassel wird das Haus eine teleneurologische Versorgung in Winterberg einrichten – und ist damit Gründungsmitglied des neu gegründeten Netzwerks „Neuro-Netz Mitte“.

Hochmoderne Telemedizin

Das Klinikum Kassel verfügt über eine Neurologie mit einer überregional zertifizierten Stroke Unit (Schlaganfall-Spezialstation) und ist gemeinsam mit den angrenzenden Fachdisziplinen, wie z.B. Neurochirurgie, Neuroradiologie und Kardiologie auf die interdisziplinäre Akutversorgung von Schlaganfällen bestens eingestellt.

Das hochmoderne telemedizinische Verfahren ermöglicht es auch kleineren Kliniken ohne eigenständige neurologische Abteilung, durch eine speziell für die Medizintechnik zugelassene Datenübertragung eine Ferndiagnostik durchzuführen – per Videoschaltung. Ein Neurologe der Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) wird den Internisten des Winterberger Krankenhauses künftig rund um die Uhr zur Verfügung stehen und sie bei der Untersuchung von Schlaganfallpatienten begleiten und unterstützen.

Jede Minute zählt

Das St. Franziskus-Hospital ist damit Gründungsmitglied und erstes Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen des Netzwerks „Neuro-Netz Mitte“, in dem das Klinikum Kassel noch weitere Krankenhäuser in Nordhessen teleneurologisch versorgt. „Das Neuro-Netz Mitte ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Versorgungsqualität der Patienten durch intelligente Vernetzung und Kooperationen verbessert werden kann“, so Christian Jostes, Geschäftsführer des St. Franziskus-Hospitals, in einer Pressemitteilung. Die Mediziner des Winterberger Krankenhauses werden in den nächsten Wochen im Umgang mit der Telemedizinischen Neuheit speziell geschult, zudem gebe es regelmäßige Treffen.

„Die Etablierung der Teleneurologie in unserem Haus bietet eine enorme Verbesserung der Diagnose und Therapie von Schlaganfallpatienten“, betont Jostes. „Denn durch die Unterstützung durch Neurologische Konsile kann eine Diagnose deutlich schneller und präziser gestellt werden.“ Dies ermögliche wiederum eine schnelle Einleitung der therapeutischen Maßnahmen und verbessert damit nachhaltig den Genesungsprozess von Schlaganfallpatienten. Jostes: „Im Akutfall gewinnen Patienten und Ärzte dadurch wertvolle Zeit, die man bei einer wohnortfernen Behandlung verlieren würde. Denn beim Schlaganfall zählt jede Minute.“