Verkehrssicherheit bei Umzügen hat oberste Priorität
05.02.2012 | 15:40 Uhr 2012-02-05T15:40:00+0100
Olsberg. Schützen dürfen die ordnungsgemäße Verkehrssicherung vor allem bei ihren Festumzügen nicht aus den Augen verlieren. Das machte Rechtsanwalt und Notar Heinrich Stamm am Samstag im kleinen Saal der Olsberger Konzerthalle deutlich. Bei der Jahreshauptversammlung des Stadtschützenverbandes wurden außerdem die Weichen für die bevorstehende Festsaison gestellt.
Wie immer waren alle zwölf Bruderschaften aus dem Stadtgebiet der Einladung der Olsberger Michaelsschützen gefolgt. Das rege Interesse zeige, dass eine solche Stadtverbandsversammlung doch noch einen gewissen Stellenwert habe, so Major Tobias Klauke in seiner Begrüßung. Nach flotten Marschmusik der Olsberger „Eintracht“ zum Auftakt galt sein besonderer Willkommensgruß dem amtierenden Stadtschützenkönig Andreas Frese aus Wiemeringhausen, dem Jungschützenkönig Kevin Teichmann aus Antfeld, Bürgermeister Wolfgang Fischer, Olsbergs Ortsvorsteher Lorenz Keuthen, den beiden Vertretern im Kreisvorstand Daniel Hoffmann (Assinghausen) und Meinolf Hoffe (Elpe) sowie allen neuen Königen der Festsaison 2011/2012.
Nach Totengedenken und den obligatorischen Regularien nahm Rechtsanwalt und Notar Heinrich Stamm aus Olsberg, der auch Berater in Rechtsfragen des Sauerländer Schützenbundes ist, zum Thema: „Haftung von Vereinsvorständen“ Stellung. Die größte Gefahr für alle geschäftsführenden Vorstandsmitglieder sah Stamm dabei in der Vernachlässigung der Verkehrssicherungspflicht bei den Festzügen. Er appellierte an die Verantwortlichen, diese Pflicht allein schon aus haftungsrechtlichen Gründen ernst zu nehmen. Außerdem gab er allen Anwesenden den Rat, bereits im Vorfeld deutlich zu machen, in welchem Auftrag man handele, wenn man im Namen der Bruderschaft agiere, da man ansonsten selbst für Schäden hafte.
Kreisschatzmeister Daniel Hoffmann warb um einen Sockelbetrag für eine Standarte für die Kreisjungschützen und sprach noch einmal das Rauchverbot in den Schützenhallen an.
Außerdem könnten, so Hoffmann, die Bruderschaften vielleicht erneut zur Kasse gebeten werden: Es sei angedacht, demnächst alle vereinseigenen Schusswaffen mit einer Waffensteuer von 300 Euro pro Waffe zu belegen. Dazu habe ihm aber der heimische Landtagsabgeordnete Hubert Kleff versichert, mit der CDU-Fraktion, lasse sich die Einführung einer weiteren Bagatellsteuer nicht realisieren.
Nach Auskunft von Major Klauke laufen die Vorbereitungen für das Stadtschützenfest am 8. und 9. September in Olsberg auf Hochtouren. Ausrichter ist die Schützenbruderschaft St. Michael, die derzeit auch den Vorsitz im Olsberger Stadtverband innehat. Allerdings wolle Klauke noch nicht ins Detail gehen, weil noch einige organisatorische Fragen zu klären sind. Einig sei man sicher allerdings darin, dass der Große Zapfenstreich mit der Übergabe der Standarten an die Antfelder St.-Sebastian-Schützen den würdigen Abschluss den Stadtschützenfestes bilden soll.
0mitdiskutieren