Verhandlungen über weiteres Drehkreuz neben München laufen

Brilon..  Die Organisatoren des 8. Briloner Unternehmerforums - es waren die Brilon Wirtschaft und Tourismus GmbH (BWT), der Wirtschaftsclub Hochsauerland und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis - hatten die richtige Idee. Viele Unternehmer aus Brilon und Umgebung waren der Einladung gefolgt und Wirtschaftsförderer Oliver Dülme konnte insgesamt 110 Gäste aus Brilon und Umgebung im Bürgerzentrum Kolpinghaus begrüßen. Sie alle wollten sich über den Flughafen Paderborn-Lippstadt informieren.

„Der Flughafen hat als Tor zur Welt eine enorme Bedeutung für die heimische Wirtschaft“, waren sich Eckhard Lohmann, 1. Vorsitzender des Wirtschaftsclubs, und Brilons Bürgermeister Christof Bartsch in ihren Grußworten einig.

Im Anschluss beschrieb der Geschäftsführer Dr. Marc Cezanne die Entwicklung des Flughafens bis heute. Er gab einen kurzen Ausblick und hoffte, dass es in Zukunft gelingen möge, das Passagieraufkommen wieder zu steigern.

Wettstreit mit anderen Flughäfen

Der Flughafen Paderborn befinde sich in einem Wettstreit mit anderen Flughäfen und müsse immer schauen, wie er sein Angebot weiterhin attraktiv halten könne. Große Hoffnungen setze man aktuell auf den Fracht-Sektor. Hier wird derzeit in einem Projekt der Bedarf geprüft. Der Flughafen sei aber auf Anregungen aus der Wirtschaft angewiesen, um zielgerichtet neue Angebote installieren zu können.

Zu Beginn der folgenden Diskussion stellte Wirtschaftsförderer Oliver Dülme die bei der Anmeldung zu der Veranstaltung durchgeführte Umfrage über gewünschte Flugziele vor. Hier wurde deutlich, dass die schon vorhandenen Verbindung Paderborn – München sehr wichtig ist und weiter ausgebaut werden sollte. Weiterhin wäre es wünschenswert, wenn ein weiteres Internationales Drehkreuz wie Frankfurt, Berlin, Amsterdam oder London angeflogen werden könnte.

Geschäftsführer Cezanne berichtete, dass man mit diversen Fluglinien genau hierüber verhandele, diese Gespräche aber nicht einfach seien. Er zeigte sich jedoch vorsichtig optimistisch, in Zukunft ein weiteres Drehkreuz im Flugplan aufführen zu können. Die Verbindung nach München sei jedoch schon heute hervorragend und er appellierte an die Anwesenden, bei jeder Flugreise zunächst zu prüfen, ob Paderborn nicht eine Alternative sein könne.