Verdienter Applaus für ein halbes Jahr Arbeit

Die Marienschule feiert zurzeit mit dem Musical "Maria" einen großen Erfolg.
Die Marienschule feiert zurzeit mit dem Musical "Maria" einen großen Erfolg.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Briloner Marienschule feiert mit dem Musical „Maria“ einen großen Erfolg - mehr als 100 Schüler sind dafür auf und hinter der Bühne im Einsatz.

Brilon..  In der Aula der Marienschule fanden jetzt vor ausverkauftem Haus die beiden ersten Vorstellungen des Musicals „Maria“ statt. Es erzählt „die Geschichte einer ungewöhnlichen und beeindruckenden Frau“, wie es im Prolog heißt. Die Lebensgeschichte Jesu von der Geburt im Stall in Bethlehem bis zu Kreuzestod und Auferstehung wird aus der Perspektive seiner Mutter Maria dargestellt. Wenn die Darsteller und alle Mitwirkenden hinter der Bühne ihren verdienten Schlussapplaus entgegennehmen, liegt ein hartes Stück Arbeit hinter ihnen, denn seit den Sommerferien wurde gecastet und geprobt, oft sogar am Samstag.

Viele Hände greifen bereits im Vorfeld ineinander, bevor am Abend der Vorstellung der Vorhang aufgeht. Eine wichtige Stütze ist Schulsekretärin Anita Meuser. „In diesem Jahr haben wir, glaube ich, alle bisherigen Rekorde eingestellt. Die erste Aufführung war nach zehn Minuten ausverkauft und nach vier Tagen war keine einzige Karte mehr zu haben. Wegen der großen Nachfrage wurde noch eine Zusatzaufführung angesetzt, aber auch diese Karten waren umgehend vergriffen.“

Kurz vor der Aufführung mobilisiert die Generalprobe noch einmal alle Kräfte, denn an diesem Tag werden zum ersten Mal alle Einzelelemente zur Gesamtkomposition. Spielszenen, Gesänge, Tanzszenen und „Multimedia“-Elemente werden vom musikalischen Leiter Christoph Menke und Christoph Pütter von der Firma „Pk-Media-Consulting“ zu einem harmonischen Ganzen zusammengefügt. Pütter, selbst ehemaliger Marienschüler, ist von Anfang an als Toningenieur dabei. „Das ganz Besondere in diesem Jahr ist, dass mein eigener Sohn ebenfalls mitwirkt.“

Lena Schwarz ist eine der beiden Maria-Darstellerinnen: „Es ist für mich eine große Ehre, die Maria an der Marienschule zu spielen, denn das gibt es ja nur alle fünf Jahre.“ Auch Larissa Mast, die zweite Maria, ist begeistert: „Mit der Hauptrolle der Maria ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen.“

Im Mittelpunkt der Musical-Aufführungen stehen natürlich die jugendlichen Darsteller, doch hinter ihnen stehen in jedem Jahr Lehrer, die die Inszenierung auf die Beine stellen. Allen voran der musikalische Leiter Christoph Menke, ohne dessen Engagement und Kreativität ein so umfassendes Projekt nicht durchgeführt werden könnte. „Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie Schüler aller Jahrgangsstufen miteinander künstlerisch an einem Strang ziehen.“

Mit viel Liebe zum Detail

Der Musiklehrer wird von zwei Kolleginnen unterstützt. Wichtrud Farke plant das Bühnenbild und die farbenprächtigen Kostüme und Masken der Darsteller liebevoll bis ins kleinste Detail. „Meiner Meinung nach hat die Mitwirkung bei diesem Stück auf die Kinder eine intensivere und nachhaltigere Wirkung als 100 Religionsstunden.“

Die Dritte im Inszenierungsteam ist Gaby Rochell: „ Es ist jedes Mal erstaunlich, welche kreativen Potenziale und organisatorischen Fähigkeiten im Laufe der Inszenierung freigesetzt werden.“ Mit Menke und Farke hat sie neue Ideen eingearbeitet. „So hat nach 2005 und 2010 auch die ‚Maria‘ 2015 ihr ganz eigenes und unverwechselbares Gesicht erhalten.“ Trotz aller Veränderungen wurde ein Detail beibehalten: Schulleiter Michael Stratmann verleiht dem Musical als „The Voice“ seine Stimme, indem er einige Bibelstellen rezitiert. Er meint: „Das Musical stärkt durch ein positives Erfolgserlebnis das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler.“