„Verdienste um Hallenberg erworben“

Hallenberg..  Im Alter von 73 Jahren ist der langjährige Stadtdirektor von Hallenberg, Winfried Becker, gestorben. Mehr als 24 Jahre hat er als Amts- und später als Stadtdirektor die Geschicke der Stadt entscheidend mitgelenkt. Bürgermeister Michael Kronauge: „Er hat sich um Hallenberg in besonderer Weise verdient gemacht. Ich danke ihm für die geleistete Arbeit und seine Verdienste.“

Im Januar 1974 trat Winfried Becker die Nachfolge von Amtsdirektor Hugo Wienand an. Von 22 Bewerbern fiel die Wahl auf ihn. Nach der kommunalen Neugliederung wurde er 1975 zum Stadtdirektor der neuen Stadt Hallenberg. Nach Ablauf seiner ersten, damals 12-jährigen Wahlperiode wurde er 1986 und 1994 wiedergewählt.

Steckenpferd Denkmalschutz

Besonders hat sich Winfried Becker um den Denkmalschutz, um die Altstadt und die Dorferneuerung verdient gemacht. Als „Zugezogener“ hatte er erkannt, welches Schmuckstück die Stadt Hallenberg darstellt. Weitere Schwerpunkte seines Wirkens waren die Förderung der Infrastruktur und der Vereine, die Ausweisung von Gewerbegebieten und die Ansiedlung von Betrieben.

Mit der Kommunalwahl 1999 wurde die Doppelspitze aus Stadtdirektor und ehrenamtlichem Bürgermeister abgeschafft. Der neue hauptamtliche Bürgermeister war künftig gleichzeitig Chef der Verwaltung, Ratsvorsitzender und Repräsentant. Bereits bei der Wahl 1994 hatte Becker erklärt, dass er als hauptamtlicher Bürgermeister auf keinen Fall zur Verfügung stehe. Ein Jahr vor Ablauf der Wahlzeit machte er Platz für Michael Kronauge, der dann 1998 zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister gewählt wurde.

Auch im Ruhestand spielte Winfried Becker weiterhin die Kirchenorgel in Sachsenberg und wirkte als Geschäftsführer der Freilichtbühne. Gerade dieses Amt, das er 34 Jahre ausführte, hat ihm immer besonders am Herzen gelegen. Der Aufstieg der Bühne zum bedeutendsten Kulturträger der Region ist eng mit seinem Namen verbunden.