Unruhige Silvesternacht für die Polizei

Altkreis..  Die Polizei im Hochsauerlandkreis hatte sich auf eine unruhige Nacht zum Jahreswechsel eingestellt. Und so kam es dann auch: Nahezu 100 Einsätze mussten gefahren werden. Das entspricht etwa einhundert Prozent mehr als sonst an einer Wochenend-Nachtschicht im HSK. Und es war mehr los als beim Jahreswechsel 2013/2014.

„Zum Großteil waren es viele kleine Vorfälle“, so Polizeihauptkommisar Werthmann von der Leitstelle in Meschede.

Zehnmal im Raum Winterberg/Medebach und elfmal in Brilon war die Polizei im Einsatz. Mal waren es Alkoholsünder, die nicht mehr fahrtüchtig waren. In sieben Fällen führte der Alkoholkonsum bei den Betroffenen dazu, dass die Polizei sie „einer ärztlichen Versorgung zuführen“ musste oder sie ihren Heimweg nicht selbstständig antreten konnten. Kreisweit kam es zu sieben Körperverletzungen, 13 Ruhestörungen und sechs Sachbeschädigungen. In acht Fällen wurde die Polizei um sonstige Hilfeleistung ersucht. Das Schießen mit Gaswaffen führte in zwei gemeldeten Fällen zur Sicherstellung, weil die Waffen ohne den erforderlichen Schein geführt wurden.

Durch Silvesterknaller bzw. -raketen ausgelöst wurden in der Nacht drei Brände. Dabei kam es in Sundern zum Brand einer Gebäudefassade und in Meschede-Calle zum Brand eines Containers. In Medebach gerieten auf der Oberstraße sechs gelbe Säcke in Brand. Personen kamen aber nicht zu Schaden.

Vor Knallerei geflüchtet

Auch an den Haustieren ging die Silvesternacht nicht spurlos vorbei. So meldeten drei Tierhalter der Polizei den Verlust ihrer Hunde. Diese waren offenbar wegen der Knallerei geflüchtet. Bis Redaktionsschluss war zumindest ein Hund wieder bei seinem Herrchen aufgetaucht. „Oft melden sich die Besitzer aber auch nicht bei der Polizei, wenn das Tier wieder vor der Tür steht“, so Werthmann.

Auch das Wetter in der Silvesternacht forderte seinen Tribut. Starke Nebelbildung im gesamten Kreisgebiet und Straßennässe führten zu eisglatten Fahrbahnen. Einige Fahrzeugführer hatten sich darauf zu spät eingestellt. So wurde die Polizei zu insgesamt acht Unfällen gerufen, bei denen in der Silvesternacht glücklicherweise jedoch keine Personen verletzt wurden.