Unnötige Unruhe

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ie Grundschule in Essentho ist jetzt also zum zweiten Mal verkauft. Für mehr als das Doppelte des ersten Verkaufspreises. Das ist doch eigentlich gut für die Stadtkasse. Sie kann jeden Cent gebrauchen.

Und was haben die ganzen Schulverkaufsaktionen noch gebracht? Eine Schleifspur an Beschuldigungen, Drohungen, Halbwahrheiten, Unfrieden und Unruhe. Auch in der Politik. Hat Josef Steiner das Schreiben der Stadtverwaltung tatsächlich nicht erhalten? Ist der Brief von der Stadtverwaltung tatsächlich abgeschickt worden?

Essenthos Ortsvorsteher Eberhard Banneyer ist nun mal auch der Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat. Und er ist der Opa einer der ersten zwei Schulkäufer. Die dann auch tatsächlich den ersten Zuschlag erhalten hatten. Da wird der Maulwurf gesucht, der nichtöffentliche Dinge öffentlich macht. Dabei, so lassen Sie es sich getrost sagen, liebe Politiker: Es bleibt nie etwas total geheim. Das geht gar nicht. Warum auch? Und der Linken-Ortsverband steht auch vor einer internen Zerreißprobe.

Dabei hätte der Schulverkauf doch ganz ruhig über die Bühne gehen können. Wer das Meiste bietet, erhält den Zuschlag.