Überlebenspaket für Winterberger Abiturienten

So genanntes "Survival Pack" zum Überleben fern des Sauerlandes wurde den Abiturienten in Winterberg überreicht.
So genanntes "Survival Pack" zum Überleben fern des Sauerlandes wurde den Abiturienten in Winterberg überreicht.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Luftpumpe, USB-Stick und eine Dose Erdnüsse gehören zum sogenannten Survival-Pack. Solche Pakete hat Winterbergs Wirtschaftsförderer Winfried Borgmann an die Abiturienten verteilt.

Winterberg..  Knapp 80 Abiturienten dürfen sich zum Ende ihrer Schulzeit über ein Geschenk der regionalen Wirtschaftsförderungen freuen. Winterbergs Wirtschaftsförderer Winfried Borgmann besuchte die Abschlussklassen im Geschwister-Scholl-Gymnasium und hatte neben Glückwünschen eine ganze Palette Überraschungen im Gepäck. Das lag vor allem daran, weil das „Survival-Pack“ entsprechend groß ausfällt.

„Überleben“ sichern

Es enthält einige Produkte aus der Region, die das „Überleben“ der jungen Berufsanfänger auch außerhalb des Sauerlandes sichern sollen. Die Aktion soll in Erinnerung rufen, welche hochkarätigen Firmen und damit potentielle Arbeitgeber unweit der eigenen Haustür gute berufliche Perspektiven geben. Ziel ist die Bindung der jungen Menschen an die Region.

Luftpumpe und Erdnüsse

Borgmann übergab die Pakete, die u.a. eine Luftpumpe (SKS Sundern), einen USB-Stick (Egger Brilon), eine Handysocke (Falke Schmallenberg), eine Bierdose (Veltins Meschede) oder eine Dose Erdnüsse (Felix Olsberg) enthalten.

Knapp die Hälfte der Abiturienten will zunächst ein Studium antreten, hiervon verschlägt es aber nur einen sehr geringen Teil in die Ferne. Auf die Frage, wer das Sauerland dauerhaft verlassen werde, kamen nur einzelne zögerliche Handzeichen.

Vielleicht ein Beweis dafür, dass die Anstrengungen vieler Kräfte um die Bewerbung der Heimat als Arbeitsort fruchten.

Fachkräfte halten

Die Aktionen zur Fachkräftebindung reichen von Nachwuchsmessen über Betriebsbesichtigungen für Studierende bis hin zur Aktion „Heimvorteil“. „Wir wollen die Abwanderung junger Nachwuchskräfte verhindern und denen, die uns den Rücken gekehrt haben, Perspektiven für die Heimkehr aufzeigen“, so die Initiatoren der regionalen Wirtschaftsförderungen.

Borgmann appellierte an die Abiturienten, die Karrierechancen in der eigenen Heimat nicht zu vergessen: „Nutzt Euren Heimvorteil und unsere Informationsangebote und schaut Euch die Stellengesuche unserer heimischen Firmen an. Es gibt kaum etwas Schöneres, als hier zu arbeiten und zu leben.“ Zum Projekt „Heimvorteil“ haben die Wirtschaftsförderung HSK und die Regionalagentur Südwestfalen eine Facebookseite erstellt, die über Aktuelles aus der heimischen Wirtschaft informiert.