Tuning für den großen Tag läuft auf Hochtouren

Was wir bereits wissen
Mit großen Decken umhüllt sind sie in einbruchsicheren Werkstätten, Kellerräumen oder Garagen untergebracht. Nur eine Handvoll Auserwählter hat sie bislang zu Gesicht bekommen.

Altkreis Brilon.. Die Rede ist nicht von PS-starken Formel 1-Boliden, sondern von schnittigen Schlitten, die im Rahmen der WP-Streetbob-WM am 6. September in Winterberg an den Start gehen.

Mit großen Decken umhüllt sind sie in einbruchsicheren Werkstätten, Kellerräumen oder Garagen untergebracht. Nur eine Handvoll Auserwählter hat sie bislang zu Gesicht bekommen. Die Rede ist nicht von PS-starken Formel 1-Boliden, sondern von schnittigen Schlitten, die im Rahmen der WP-Streetbob-WM am 6. September in Winterberg an den Start gehen.

Die Optik der heißen Pötte ist das derzeit wohl bestgehütete Geheimnis im Altkreis Brilon. Klar, die Konkurrenz schläft nicht und könnte ja noch das Eine oder Andere abschauen - sofern es Bilder gäbe. Ist aber nicht der Fall.

Bis auf eine Ausnahme: Das Asten Lawine-Team um Jörg Hampel in Winterberg hatte den Mut, ihren Prototyp mit Teilnehmern aufs Bild zu bannen. Spricht für das Selbstbewusstsein der Lokalmatadoren. Aber selbst hier ist noch nicht das Endprodukt zu sehen. „Die Front wird noch lackiert. Der Schlitten wird danach noch besser aussehen“, verspricht Hampel.

Nur noch zwei Wochen, dann steigt das Superevent im Rahmen des Winterberger Stadtfestes. Zeit also, um sich im Lager unserer vier WM-Teams umzuhorchen. Und um es vorwegzunehmen: Alle Mannschaften haben ihre Schulaufgaben gemacht.

Wenn es nach Jörg Hampel ginge, würde die „Asten Lawine“ schon morgen an den Start gehen. „Je länger es dauert, desto mehr fällt uns ein. Jeder meint, dass man hier oder da noch etwas verändern könnte. Aber eigentlich ist alles fertig. Wir fiebern schon dem Wettkampf entgegen.“ Die Testfahrten am Dumel verliefen gut. „Wir sind sogar mit vollem Kampfgewicht gestartet, um zu sehen, ob alles hält. Und es hat gehalten.“, blickt Hampel dem Wettbewerb optimistisch entgegen. Der gute Zweck, für den das Team in Winterberg antritt, würde - bei entsprechendem Losentscheid - an den Katholischen Edith-Stein-Kindergarten in Winterberg gehen.

Florian Otto von der „Piraten-Crew HSK“ hat als Pilot - im Gegensatz zu seinen Teamkollegen - bislang noch nicht im Schlitten gesessen. „Die Jungs waren aber sehr zufrieden. Der Bob ist zumindest nicht auseinander gefallen“, meint der Briloner schmunzelnd. Als erfahrener Bobbycar-Fahrer macht er sich keine Sorgen wegen der fehlenden Testfahrten. Jetzt wird das Gefährt noch mal gestrichen. Dann erst beginnt das „Fahrertraining“. Den guten Zweck würden die Piraten der AWo zukommen lassen.

Das Olsberger Studenten-Team „Bob Marley“ hat schon einen echten Fan-Kreis. Auf Facebook kann man die Jungs bewundern. Vermutlich werden sie von zahlreichen Freunden am Veranstaltungstag begleitet und angefeuert. Auch hier ist alles im grünen Bereich. „Die Konstruktion steht. Der Schlitten wird jetzt grundiert und lackiert. Auch ein Bob-Marley-Kopf kommt noch dazu“, so Sprecher Jan Hengsbach. Mehr wird aber nicht verraten. Die Testfahrten in Gevelinghausen verliefen gut. „Nur der Bremsklotz war etwas laut“, meint Jan. „Aber das bekommen wir noch hin.“ Und der gute Zweck? Hier hat man an den Förderverein des TSV Bigge-Olsberg, Leichtathletik, gedacht.

„Winterberg 1“ - ein gemeinsames Team von Bobclub und Skiklub - möchte auch am Renntag die Nummer 1 sein. Chefkonstrukteur Rolf Dickel hat ein Schmuckstück gebastelt, das auch noch sehr schnell sein soll. „Der Rolf hütet den Schlitten wie seinen Augapfel“, meint Team-Sprecher Alois Schnorbus. Alle, die das Prachtstück bislang sehen durften, waren begeistert. Und den Fahrtest hat der Bob auch bestanden. Der gute Zweck würde je zur Hälfte an die Jugendabteilungen beider Clubs gehen.

Ach ja, eine weitere Frage im Team ist jetzt auch geklärt. Neben Schnorbus und Günter Abel, die den Streetbob lenken, wird Toni Brieden als Pilot am Bobsimulator eingesetzt.

Auch hier darf man bei allen Teams gespannt sein: Denn der Simulator stellt ein komplettes Bobrennen realistisch nach - inklusive Anschubphase und Einspringen