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Tierquälerei

Therapiepferd muss nach Misshandlung eingeschläfert werden

29.08.2008 | 17:54 Uhr

Bigge. In der Nacht zu Freitag ist an der Bruchstraße ein Therapiepferd des Josefsheims von Unbekannten schwer verletzt worden. Es musste noch auf der Weide eingeschläfert werden. Damit haben bereits zum dritten Mal innerhalb von drei Monaten Unbekannte auf dem Franziskushof zugeschlagen.

Vermutlich misshandelten die Täter die Stute „Pjatla” mit einer Stange oder einem ähnlichen Gegenstand, so die Polizei. Der Tierarzt stellte einen Bruch des Beins kurz über dem Sprunggelenk fest. Besonders traurig ist der Tod des Pferdes, weil es nach dreijähriger Ausbildung seit Jahren als Therapiepferd eingesetzt wird. Menschen mit Behinderungen lernten mit Hilfe der Stute, Vertrauen zu erlangen sowie Gleichgewicht und Beweglichkeit zu trainieren. „Für viele Behinderte war Pjatla wie ein Freund. Die Stute war schließlich elf Jahre in unserem Besitz”, sagt Mario Polzer vom Josefsheim.

Dementsprechend gedrückt ist die Stimmung im Josefsheim. Hinzu kommt der erhebliche Wert eines solchen Therapiepferdes. „Der liegt geschätzt zwischen 6000 und 10 000 Euro”, so Polzer. Die Polizei ermittelt wegen Tierquälerei gegen Unbekannt; Hinweise: 02962 982280.

Kerstin Eigendorf

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