Stüttgen und Rudolph treten für SPD an
22.11.2009 | 17:11 Uhr 2009-11-22T17:11:00+0100Antfeld. Gerd Stüttgen und Karsten Rudolph treten erneut als Kandidaten für den Hochsauerlandkreis für die Landtagswahl am 9. Mai an.
Bei ihrer Wahlkreiskonferenz in der Antfelder Schützenhalle hat die SPD die bisherigen Landtagsabgeordneten Gerd Stüttgen und Karsten Rudolph erneut als Kandidaten für den Hochsauerlandkreis für die Landtagswahl am 9. Mai nominiert.
Bevor weitere Delegierte gemeinsam gewählt wurden, tagten die Mitglieder der beiden Wahlbezirke 124 (Arnsberg, Schmallenberg, Sundern und Eslohe) und 125 (Marsberg, Brilon, Olsberg, Winterberg, Hallenberg, Medebach, Bestwig und Meschede) zunächst in zwei getrennten Versammlungen und sprachen den beiden mit großer Mehrheit ihr Vertrauen aus. Gerd Stüttgen (43), der im Wahlkreis 124 antritt, erhielt 45 von 47 Stimmen, bei zwei Gegenstimmen. Noch besser sah es für Karsten Rudolph im Wahlkreis 125 aus. Bei nur einer Enthaltung votierten 46 Genossen für den 47-Jährigen.
Wahlniederlage analysiert
Bei seiner Vorstellung redete Gerd Stüttgen die verheerende Wahlniederlage der SPD bei der Bundestagswahl nicht schön, sah aber gute Ansätze für einen Neubeginn seit dem Parteitag in der vergangenen Woche in Dresden. Hier seien dank des neuen Vorsitzenden Sigmar Gabriel auch inhaltlich neue Impulse gesetzt worden.
Auch Stüttgen sprach sich dafür aus, dass es jetzt an der Zeit sei, weiterhin an die so genannte Mitte der Gesellschaft Angebote zu machen, denn die Mitte sei kein fester Ort oder eine klare soziale Gruppe. Das alles müsse verbunden werden mit einer sozialeren Politik einschließlich einer klugen Finanzpolitik. Schwarz/Gelb liefere geradezu eine Steilvorlage dazu. Nur wenn alle jetzt nach draußen gingen, so Stüttgen, und aktiv für die Ziele der SPD werben würden, könne es im Mai eine Chance geben, die Regierung Rüttgers abzulösen.
„Einzige Alternative”
Sein Kollege Karsten Rudolph meinte, die einzige Alternative zur CDU sei die SPD, nicht die FDP. Vor allem im Hochsauerlandkreis, wo man ein Wahlergebnis über dem Bundesdurchschnitt eingefahren habe. Allerdings sei es auch vonnöten, dass die SPD ihre alte Glaubwürdigkeit zurückgewinne. Außerdem brach er eine Lanze für das Sauerland. Rudolph: „Ich werde demnächst in den HSK ziehen” und er forderte: „Mehr Sauerland für NRW”.
Zum Auftakt der Versammlung hatte sich der stellv. Kreisvorsitzende Dirk Wiese aus Brilon optimistisch gezeigt und von einer echten Alternative zur Union gesprochen. Auch wenn der Weg steinig sei, könne er sich vorstellen, dass die SPD einmal die erste politische Geige in der Region spiele.
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