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Stefan Brambring trotzt Schnee und Kälte

01.02.2010 | 17:57 Uhr
Stefan Brambring trotzt Schnee und Kälte

Olsberg/Yukon. Wettbewerbe wie Offroad Race, Skidoo, Car Pulling, Schneeschuhlaufen, Rope-Crossing, Kanu, Halbmarathon, Schwimmen im Pazifik sind ja schon interessant. Noch mehr, wenn Sie in einer der atemberaubendsten Landschaften dieser Erde stattfinden.

Im Yukon-Territorium Kanadas fand jetzt die Fulda Challenge statt, bei der der Olsberger Stefan Brambring einen tollen 2. Platz belegte. Unendliche Weiten, historische Goldgräberstätten wie Dawson City, der Polarkreis, Elche und Bären bieten die Bühne für ein Event, das seinesgleichen sucht.

Diverse Prüfungen

Beginn war in der Hauptstadt des Yukon, Whitehorse (2000 km nördlich von Vancouver). Von dort aus ging's 500 km Richtung Norden in die Goldgräberstadt Dawson City. Unterwegs mussten die Teilnehmer ihre erste Prüfung bestehen: Rennleiter Hans-Joachim Stuck hatte auf einem Schneefeld einen Handlingparcours abgesteckt. Am Steuer eines VW Tiguan zeigte Brambring wahre Motorsportqualitäten und kam hinter DTM-Profi Martin Tomczyk auf den 2. Platz.

Am 2. Wettkampftag führte der arktische Zehnkampf die Teilnehmer an eine historische Stätte: Am Bonanza Creek hatte der Veranstalter einen anspruchsvollen Rennkurs angelegt. Die Sportler mussten mit 80 PS starken Motorschlitten gegeneinander antreten. Auch hier zeigte Brambring ein starkes Rennen und wurde ebenfalls Zweiter. Beim abendlichen Event mussten die Sportler einen mit Rädern beladenen Schlitten eine Steigung hinaufziehen. Dort oben angekommen galt es, einen Reifen an einen VW Tiguan zu schrauben. Bei den arktischen Temperaturen wurde diese Aufgabe zu einem mehr als schwierigen Unterfangen. Mit seinem 7. Platz war Brambring hier nicht wirklich zufrieden. Am folgenden Morgen ging es dann nochmals 480 km weiter nördlich zum Polarkreis. Während der Fahrt fiel die Temperatur auf lebensfeindliche minus 49 Grad. Beim Carpulling mussten die Sportler einen VW Tiguan per Muskelkraft über eine Distanz von knapp hundert Metern ziehen. Hier reichte es nur für den 9. Platz.

Holfällen und Schneeschuh-Laufen

Beim Halbmarathon am Folgetag sicherte sich Brambring mit dem Sieg wertvolle Punkte für die Gesamtwertung. Abends waren dann Kanadische Holzfällerfähigkeiten gefragt. Hier kam er auf Platz 4. Am fünften Tag hieß es an den Five Finger Rapids Schneeschuh laufen. Hier wurde der Olsberger Triathlet erneut Zweiter. Am Abend mussten sich die Teilnehmer am Seil entlang über eine Schlucht hangeln. Nur 11 der 20 Athleten schafften dies. Brambring kam auf Platz 6.

Sprung ins eiskalte Wasser

Am sechsten Tag traten die Athleten ihre Reise nach Vancouver an. An der Waterfront im Hafenbecken stand Polar Bear Swim an. Bei 5 Grad Wassertemperatur zeigte der Pazifik keine Gnade. „Beim Sprung ins Wasser bekam man einen wirklichen Schock. Aber da mussten wir alle durch”, so Brambring, für den 200 m Schwimmen als Triathlet normalerweise kein Problem sind. Jedoch hätte er bei der Kälte keine fünf Meter weiter schwimmen wollen.

Schnell war er trotzdem und schlug als Zweiter am Steg an. Beim abschließenden Kanu-Rennen mussten die Teilnehmer einen ca. drei Kilometer

langen Parcours im Hafen absolvieren. Trotz des ungewohnten Gefährts auf dem Wasser belegte Stefan hier den dritten Platz und konnte sich damit den 2. Rang in der Gesamtwertung sichern.

WP

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