Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Sensburg

Brilon..  Gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin, bestätigte gestern, dass ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sei. Zuvor ist der Bundestag über die beabsichtigte Aufnahme der Ermittlungen informiert worden. Nachdem eine 48-Stunden-Frist ohne Einwände verstrichen ist, sei das Verfahren jetzt formell angelaufen. Sensburgs Immunität als Abgeordneter ist nicht aufgehoben worden: Das würde erst erforderlich, wenn zum Beispiel eine Hausdurchsuchung oder ein Haftbefehl durchgeführt werden müssten. Eine Vorzugsbehandlung für Sensburg, wegen des öffentlichen Interesses an dem Fall, mit schnellen Ermittlungen wird es nicht geben: „Das läuft alles ganz normal“, so Steltner.

Wie berichtet, war Sensburg von seiner Freundin nach einem Streit im Dezember angezeigt worden. Sie hat die Anzeige zwischenzeitlich zurückgezogen. Steltner sagte aber, eine Anzeige könne nicht so einfach zurückgezogen werden: Die Staatsanwaltschaft müsse bei angezeigten Delikten in den meisten Fällen ermitteln.

Sensburg war am Samstag als Kreisvorsitzender der CDU zurückgetreten. Gestern äußerte er sich nicht zu der Entwicklung.