SPD-Fraktion beantragt Resolution zum Berufskolleg Olsberg

Olsberg/Altkreis..  Das Thema brodelt nach wie vor. Wie sieht es künftig mit der Beschulung der Elektrotechniker am Olsberger Berufskolleg aus? Wird alles neu geordnet? Müssen die Olsberger künftig nach Arnsberg oder Meschede fahren? All das wird in einer sogenannten Steuerungsgruppe diskutiert. Der Kreis-Schulausschuss hat sich bereits mit dem Thema befasst, es erneut in die Steuerungsgruppe geschickt. Am 3. Februar befassen sich der Schulausschuss und am 13. März der Kreistag damit.

Elektrotechniker

Unterdessen hat der SPD-Fraktionsvorsitzende im Olsberger Rat, Rudolf Przygoda, einen Brief an Bürgermeister Fischer geschrieben, worin er eine Resolution für den Erhalt der durchgängigen Beschulung im Fach Elektrotechnik am Berufskolleg Olsberg beantragt. Gegenüber dem Landrat und dem Kreistag solle dadurch die Unterstützung der Stadt Olsberg für das Berufskolleg deutlich gemacht werden.

Vier Punkte führt Przygoda an, die seiner Meinung nach gegen eine Verlegung an einen anderen Standort sprechen:

Das Berufskolleg Olsberg übernehme für alle Betriebe im östlichen Hochsauerlandkreis - von Marsberg über Brilon und Winterberg bis nach Medebach - die Beschulung im Fach Elektrotechnik.

Eine Verlegung nach Arnsberg/Meschede führe zu unverhältnismäßig langen Schulwegen und in der Folge zu einer Schüler-Abwanderung in die Nachbarstädte außerhalb des HSK.

Diese Regelung sei damit unvereinbar mit den Interessen des Kreises und der Fachhochschule in Meschede, die darum kämpfe, in dieser Fachrichtung weiterhin ausreichend Studenten zu bekommen. Mittelständischen Betriebe im östlichen HSK würde durch eine Verlagerung die Fachkräftesicherung in diesem wichtigen Zukunftsfach Elektrotechnik massiv erschwert.

„Wirtschaftsfeindlich“

Der vom HSK angedachte „Kompromiss“ sei wirtschaftsfeindlich und nicht sachgerecht. Das zeige ein Blick auf die Standorte der Schüler in den beiden Fachrichtungen Elektrotechnik und Mechatronik. Danach müssten die Mechatroniker, die vor allem aus dem Westkreis kommen, nach Olsberg anreisen und die Elektrotechniker, deren Betriebe sich vornehmlich im östlichen HSK befänden, nach Arnsberg/Meschede reisen.

Przygoda: „Dieser Schulkompromiss ist weder sachgerecht, noch wirtschaftsfreundlich und vor allem nicht im Interesse der jungen Menschen im HSK.“ Seine Forderung: Der Hochsauerlandkreis möge „nachsitzen“ und eine sinnvolle Regelung entwickeln.