Soundtrack-Hits und böhmische Blasmusik

Wulmeringhausen..  Nicht nur die gesamte Bandbreite eines symphonischen Blasorchesters, sondern auch jenes einer traditionellen Blaskapelle servierte der Musikverein Wulmeringhausenden Musikfreunden bei seinem Jahreskonzert in der Schützenhalle.

Wieder einmal war die Halle bis auf den letzten Platz besetzt, schließlich wissen die Wulmeringhäuser, was sie ihrer Musik schuldig sind. Außerdem werden sie und die zahlreichen Besucher aus den Nachbarorten immer wieder musikalisch auf das neue Jahr eingestimmt

Gefühlvolle Ballade

Nach einer prachtvollen Eröffnungsfanfare des 50-köpfigen Klangkörpers unter der Leitung von Steffen Jungmann übertraf der musikalische Leckerbissen wieder einmal alle Erwartungen. Mit von der Partie auch erneut Heike Kappen, die das große Orchester jetzt schon seit zehn Jahren gesanglich unterstützt. Ihre gefühlvollen Ballade „Into the West“ aus „Der Herr der Ringe“ bildete einmal mehr eine echte Bereicherung des zweieinhalbstündigen Konzerts. Mit der dynamischen Polka „Von Freund zu Freund“ kamen auch die Freunde der böhmischen Blasmusik auf ihre Kosten. Soundtrack-Highlights aus Walt Disneys „Tarzan“ und ein Querschnitt der bekanntesten Lieder von „Simon & Garfunkel“ komplettierten den ersten Teil.

Nach der Pause gehörte dem Jugendorchester in gewohnter Weise die Bühne. Die rund 25 Jungen und Mädchen, ebenfalls unter der Leitung von Steffen Jungmann, wandelten auf den Spuren des „Herrn der Ringe“ und begeisterten mit dem Medley aus „Die Gefährten“. Und auch der Rockklassiker „Smoke on the Water“ zeigte einmal mehr die positive Entwicklung der jungen Musiker auf.

Emotionaler Höhepunkt

Anschließend folgte mit der Filmmusik aus „Die drei Musketiere“, das wohl anspruchsvollste Stück des Abends. Danach standen zwei echte Klassiker auf dem Programm. „Queen Greatest Hits“ und „Moment for Morricone“, ein Medley der Filmmusik verschiedener Italo-Western, animierten das Publikum zu lang andauerndem Applaus. Den emotionalen Höhepunkt des Konzertes bildete ohne Zweifel das Gedenken an den kürzlich verstorbenen Musiker, Entertainer und Komponisten Udo Jürgens zum Finale. Sein Evergreen „Ich war noch niemals in New York“ war noch - vom Dirigenten Steffen Jungmann arrangiert – kurzfristig ins Programm aufgenommen worden.

Bevor der Musikverein aus Altenbüren zum Tanz bat, waren gleich zwei Zugaben fällig. Heike Kappen wurde bei „I am what I am“ noch einmal als Gesangssolistin aktiv und der Marsch „Der Königgrätzer“ war noch einmal so richtig was für die Freunde der guten, alten Blasmusik.