Snowboarder finden Winterberg perfekt

Dynamischer Sport auf dem Snowboard wird am 14. März in Winterberg beim Weltcup geboten.
Dynamischer Sport auf dem Snowboard wird am 14. März in Winterberg beim Weltcup geboten.
Foto: dpa

Winterberg..  Ein Snowboard-Weltcup Mitte März im Sauerland. Macht das überhaupt Sinn?

Am 14. März wollen die 100 weltbesten Raceboarder ihr Parallel-Slalom-Finale in Winterberg ausfechten. Um die Schneesicherheit und die Pistenqualität machen sich weder die Profis von Internationalen Skiverband (kurz FIS) noch die Touristiker Sorgen.

Für Snowboard-Rennen hat die FIS im Unterschied zu alpinen Skiwettkämpfen andere Anforderungen gesetzt: 120 bis 180 Meter Höhenunterschied muss ein Hang laut Wettkampfordnung für einen Parallel-Slalom aufweisen, weiter soll er 250 bis 450 Meter lang und 30 Meter breit sein. Die Hänge im Mittelgebirge sind demnach perfekt geeignet. Die von den Organisatoren gewählte Wettkampfstrecke, der Poppenberghang im Skiliftkarussell Winterberg, kann sich dank seiner Topografie durchaus mit einer 200 Meter höher gelegenen Südhangpiste vergleichen.

Schneesicherheit gewährleistet

Aktuell laufen aufgrund der Minustemperaturen die 330 Schnee-Kanonen der Ferienwelt Winterberg auf Hochtouren. Die neue Scher-beneisanlage am Ruhrquellenlift kann zusätzlich bei Plusgraden Schnee produzieren, wenn die konventionelle Erzeugung nicht möglich ist. Die Anlage wird punktuell eingesetzt und ist ein großer Schritt in Richtung Sicherung von Veranstaltungen wie dem Snowboard-Weltcup (wir berichteten).

In Sachen Schneeproduktion und Schneemanagement haben sich die Sauerländer Liftbetreiber über Jahre hinweg hohe Kompetenzen angeeignet. Darum sind die Wintersportqualität und auch die Kontinuität des Angebots deutlich gestiegen. In den Höhenlagen um Winterberg beträgt der Schneeanteil am Gesamtniederschlag von Dezember bis März 50 Prozent.

Seit sich die Region ab Mitte der 90er Jahre nicht mehr nur auf Naturschnee verlässt, sondern in die künstliche Beschneiung investiert hat, sind die Betriebstage in den hoch gelegenen Skigebieten mit meistens 80 bis 110 Tagen pro Saison so hoch wie noch nie zuvor. Die Saison reicht in der Regel von etwa Mitte Dezember bis Mitte März. Meist wird dieses Ziel durchgehend erreicht.

Hart präparierte Piste gefragt

Eine gute, dick mit Schnee bedecke und hart präparierte Piste ist es, was die Sportler auch im Hochsauerland erwarten. „Hier in Winterberg stehen eigentlich alle Vorzeichen auf ‚perfekt‘“, ist sich Andreas Scheid, Cheftrainer Snowboard Germany, sicher. Kunstschneeproduktion sei kein Nachteil der Mittelgebirge, denn große Skigebiete in den Alpen würden bis zu 100 Prozent ihrer Pisten beschneien. Und Profis seien es gewohnt, auf Kunstschnee zu fahren, Wettkämpfe fänden kaum noch auf Naturschnee statt. „Für uns hat der Naturschnee mehr Schwachstellen als der Kunstschnee“, so Scheid. Ein großes Plus der Region sei außerdem die Nähe zu den Ballungsräumen. Das garantiere viele Besucher und beste Stimmung.

„Die Ausrichtung des Snowboard-Weltcups ist für uns eine Riesenchance, die Qualität unserer Wintersportangebote zu beweisen“, ist Tourismusdirektor Michael Beckmann überzeugt. Insbesondere in der Nachsaison herrschten oftmals sehr gute Bedingungen. Dies gelte es, den Gästen vor Augen zu führen.