Skippy Zwo entwischt Reporter und der Polizei im Sauerland

Sascha Kreutzmann, Polizeioberkommissar Andreas Rüther, Polizeihauptkommissar Arne Lorson und Anwohner Ferdi Balkenhol auf der Suche nach dem Sauerland-Känguru "Skippy Zwo".
Sascha Kreutzmann, Polizeioberkommissar Andreas Rüther, Polizeihauptkommissar Arne Lorson und Anwohner Ferdi Balkenhol auf der Suche nach dem Sauerland-Känguru "Skippy Zwo".
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Känguru Nummer 2 im Sauerland ist weiter auf freiem Fuß. Am Wochenende endete ein Versuch, „Skippy Zwo“ in Elpe bei Olsberg einzufangen erfolglos.

Elpe.. „Das Känguru hüpft hier in einem eingezäunten Garten herum und ist beim Versuch wieder rauszukommen schon mehrmals gegen den Maschendrahtzaun gesprungen. Hast Du eine Idee, was man machen könnte?“

Skippy Zwo mehrmals in Elpe gesichtet

Sascha Kreutzmann, der „Skippy Zwo“ schon mehrmals in Elpe gesichtet hat, ist ratlos und wendet sich daher am Freitag Nachmittag gegen 16.30 Uhr an mich. Schließlich waren wir beide schon einmal frühmorgens auf Känguru-Jagd. Das verbindet.

Also erstmal die Polizei anrufen. Der australische Einwanderer hat zwar nichts verbrochen, aber wer möchte schon, dass das Tier vor Panik im Zaun hängenbleibt oder sich verletzt.

Nahezu zeitgleich mit der WP treffen Polizeioberkommissar Andreas Rüther und sein Kollege Polizeihauptkommissar Arne Lorson am Hirtenweg in Elpe ein. Die Sachlage ist schnell geklärt. Anwohner Ferdi Balkenhol war am Nachmittag vom Radfahren zurückgekommen und hatte erfahren, dass das Eisentor zum nur selten bewohnten Nachbargrundstück offen gestanden haben muss. „Wir haben Skippy gesehen; das Tier hat mehrfach versucht rauszukommen.“

Polizei und Reporter gehen voran. Unten am Fuße des Hanggrundstücks liegen zwei frische Känguru-Haufen. Die Verdauung klappt also noch. „Hier muss es auf jeden Fall sein“, sagt Andreas Rüther. Wir teilen uns auf. Einer oben links in die Böschung, einer rechts, der andere unten am Hang. Die Polizeibeamten haben eine Schlinge an einem Metallstab mitgebracht.

„Wir dachten, es hinge bereits im Zaun fest. Dann hätte man es damit vielleicht einfangen können. Aber ob das so was wird?“, hat Andreas Rüther seine Zweifel. „Hier ist es, dort drüben“, flüstert er mir zu. Aber noch ehe ich die Kamera zücken kann, hoppelt das durchaus respektabel große Tier auch schon den Hang runter. Irre! Känguru

Pressescheu ist Skippy

Das Erscheinen von Polizei und Presse scheint „Skippy Zwo“ ungemein zu beflügeln. Noch ehe wir uns versehen, hoppelt es auf der gegenüberliegenden Wiese an einem privaten Spielplatz vorbei in die Freiheit. „Ich glaube, es ist auf das schräg stehende Garagendach gesprungen und von dort über den Zaun gegangen“, sagt Ferdi Balkenhol mit einer Spur von Bewunderung in der Stimme.

Die Polizeibeamten haben unterdessen Kontakt mit der Leitstelle aufgenommen. Weitere Kollegen hatten inzwischen ein Übergangsheim für „Skippy Zwo“ in Hesborn organisiert. Doch dazu wird es erstmal nicht kommen.

Die Elper wird’s freuen.