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Sitzstämme laden zum Verweilen ein

24.11.2011 | 16:18 Uhr

Brilon.Wer genau hinschaut, hat sie im Stadtbild schon entdeckt: Die großen Sitzstämme, die auch von Spaziergängern als Ruhebänke dankbar angenommen werden. Mit diesem Projekt hat sich der Briloner Bürgerwaldverein zum Ende des Internationalen Jahres der Wälder noch einmal etwas Besonderes einfallen lassen.

Dank der tatkräftigen Unterstützung des Forstbetriebes wurden bislang neun Sitzexemplare, die aus Scharfenberger Fichtenholz hergestellt wurden, im Stadtgebiet aufgestellt. „Damit haben wir eine gute Überleitung zum nächsten Jahr“, betont der Vorsitzende des Fördervereins Briloner Bürgerwald, Jürgen Adams. „Wenn die Aktion gut ankommt, werden auch die Ortsteile mit Sitzstämmen versorgt.“

Die Bänke, die mit rotem Schriftzug zum Platz nehmen einladen und auf die Aktion „Wald leben, natürlich!“ hinweisen, sind ein Teil des Projektes, mit dem der Wald und seine umweltschützenden und klimabewahrenden Eigenschaften stärker in das Bewusstsein der Mitbürger gerückt werden sollen.

Wie die „CO2-Bank“ in Schmallenberg herausgefunden hat, speichert das Holz der 5 m langen Sitzstämme dauerhaft jeweils rd. 660 kg CO2. Das entspricht dem Volumen des schädlichen Klimagases, welches ein moderner Mittelklasse-Pkw auf einer Fahrtstrecke von rd. 4400 Kilometern ausstößt.

„Und diese Menge Holz“, so Jürgen Adams, „wächst im gesamten Briloner Stadtwald in 7 Minuten.“

Apropos CO2-Speicher: Unsere Zeitung, die Sie, liebe Leser, in der Hand halten, speichert ebenso nachhaltig Kohlendioxid. Früher war dieses Zeitungspapier auch mal Holz und das hat CO2 aufgenommen. Diese Speichereigenschaft wird in Papier bewahrt.

Wenn man diese Zeitung morgen in die blaue Tonne der Wiederverwertung zuführt, wird daraus wieder Papier hergestellt. Oder auch ein hocheffektiver Zellulosedämmstoff zur energetischen Isolierung der Wohnung.

Das Beziehen einer Zeitung ist in diesem Sinne also durchaus ein aktiver Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

An der Aktion „Wald leben, natürlich!“ wollen sich, so Jürgen Adams weiter, auch alle Abteilungen des Briloner Gewerbevereins aktiv beteiligen. „Ich habe mit den Leitern der Abteilungen gesprochen und erste Ideen zur Umsetzung vorgestellt. Nun werden die Mitglieder informiert und Maßnahmen fürs nächste Jahr besprochen.

Und noch ein Projekt bereitet der Verein vor. „Wir führen in den nächsten Tagen in Scharfenberg, das eine große Waldtradition hat, Gespräche, weil wir auch dort einen Bürgerwald einrichten wollen“, so der Fördervereinsvorsitzende. Dort wurde bereits eine Fläche in Augenschein genommen.

Auch der Dorfplatz in Scharfenberg könnte - mit Unterstützung des Bürgervereins - interessanter gestaltet werden, so Jürgen Adams.

Bernd Sangermann

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