Sensburg knüpft an Merz-Erfolg an
27.09.2009 | 21:28 Uhr 2009-09-27T21:28:00+0200
Brilon. Der Nachfolger von Friedrich Merz im Deutschen Bundestag heißt Dr. Patrick Sensburg. Kreisweit holte der Kandidat aus Brilon 51,7 Prozent der Stimmen. Zum Vergleich: Merz hatte 2004 mit 57,7 Prozent gewonnen.
Der CDU-Kandidat Patrick Sensburg gewinnt, aber die CDU verliert. Das ist das Ergebnis der Bundestagswahl im Altkreis Brilon. Dr. Patrick Sensburg wird die Nachfolge von Friedrich Merz in Berlin antreten.
Kreisweit holte der 38-jährige Briloner 51,7 Prozent der Stimmen. Ein überaus achtbarer Erfolg. Vorgänger Merz hatte vor vier Jahren 57,7 Prozent der Wähler hinter sich vereint. Sensburg: „Ich bedanke mich für das Vertrauen, das die Wähler mir als neuem Kandidaten entgegengebracht haben. Dem möchte ich gerecht werden und mich für eine starke Region Südwestfalen einsetzen.” Schon heute Abend geht es in die Bundeshauptstadt und am Dienstag trifft er sich mit anderen Abgeordneten aus der Region.
Ist Rudolph drin?
Ob sein Mitbewerber Dr. Karsten Rudolph - auf Listenplatz 23 gesetzt - den Sprung von Düsseldorf nach Berlin schafft, war gestern Abend noch fraglich. Als „niederschmetternd” bezeichnete er den Wahlausgang. Falls er sein Ziel nicht erreicht haben sollte, will er seine Arbeit als Landtagsabgeordneter fortsetzen. Rudolph: „Die SPD muss sich gründlich Gedanken machen, wie es weitergehen soll.”
Eine klare Abfuhr erteilten die Wähler den beiden großen Parteien im Altkreis. In der „schwarzen Hochburg” Hallenberg büßte die CDU 9,1 Prozent an Stimmen und kam „nur” noch auf 53 Prozent. Sensburg holte hingegen in der Nuhnestadt 66 Prozent. In Marsberg verlor die SPD sogar 9,8 Prozent.
FDP legt zu
Ein klarer Gewiner im Altkreis ist die FDP. Sie legte z.B. in Hallenberg um 9,5 Prozent zu, in Brilon um 5,7 und in Winterberg um 8,5. Auch Die Linke verbuchte zum Teil Zugewinne von z.B. 3,6 Prozent in Marsberg für sich. Auffallend im Stadtgebiet Brilon ist das Ergebnis in Thülen. Hier erhielt die FDP mit 101 Stimmen neun mehr als die SPD.
Nicht überall gewonnen
In Altenbrilon bekam der CDU-Bundestagskandidat Patrick Sensburg nur 109 Stimmen. Den Wahlbezirk gewann sein SPD-Konkurrent Karsten Rudolph (122 Stimmen). Auch in Hoppecke musste sich Sensburg geschlagen geben. Seinen 246 Stimmen standen 266 Stimmen für Rudolph gegenüber. Auch die SPD verzeichnete hier entgegen dem allgemeinen Trend deutlich mehr Stimmen als die CDU. In Rösenbeck erzielte Sensburg mit 72,9 Prozent sein Topergebnis im Stadtgebiet.
Die Wahlbeteiligung lag in Hallenberg am höchsten. Hier gingen 74,9 Prozent zur Wahlurne. Das sind 5,9 Prozent weniger als noch 2005. Die wenigsten Wähler hatten Brilon und Marsberg mit 72,6 Prozent.
Vor vier Jahren verzeichnete der Urnengang in Olsberg noch mit 81 Prozent einen Spitzenwert.
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