Selbst das Krümelmonster fährt Wasserski

Niedersfeld..  Im Stadtgebiet Winterberg bleibt es sportlich. Nachdem die weltmeisterlichen Bobs und Skeleton-Schlitten eingemottet wurden und die Snowboards vom Weltcup auf den nächsten Winter warten, geht es auf Brettern weiter. Auf Wasserski. Am morgigen Sonntag startet die zweite Saison an der Wasserski- und Wakeboardanlage am Hillebachsee in Niedersfeld. Mariann Senge ist Geschäftsführerin der Anlage.

Wie ist die erste Saison aus Ihrer Sicht gelaufen? Was war gut, was könnte in diesem Jahr noch besser werden?

Mariann Senge: Am Anfang stand eine sehr spannenden Aufbauphase inklusive des Verdachts auf eine Fliegerbombe am See, gefolgt von einem grandiosen Eröffnungswochenende, das all unsere Erwartungen übertroffen hat. Danach sind wir in den regulären Betrieb gestartet und waren sehr glücklich zu sehen, wie gut unser Angebot angenommen wird. Natürlich wollen die meisten Leute bei strahlendem Sonnenschein auf das kühle Nass, weshalb wir im August teilweise etwas Pech hatten. Das Wetter kann man ja leider nicht beeinflussen. Aber wir haben auch für kühle Temperaturen die richtige Ausrüstung. Da macht es sogar doppelt Spaß, wenn man sich die Anlage nicht immer mit so vielen anderen teilen muss. Dass Wasserski und Wakeboarden auch bei kälterem Wetter Spaß machen, werden wir ja wohl am Sonntag sehen können.

Wurde die Anlage den Winter über eingemottet und was machen Sie und die Angestellten in der wasserskifreien Zeit?

Wir haben auf dem Gelände alles für die Winterpause vorbereitet und teilweise auch eingemottet. Die Anlage selbst bedarf neben der regelmäßigen Wartungen allerdings keiner großen Aufwendungen, um sie winterfest zu machen. Dann ist sie auch im Frühjahr schnell wieder startklar. Einige unserer Mitarbeiter nutzen die Vorzüge der Region, welche es ihnen ermöglicht, Saisonarbeit bei uns an der Anlage durch die Arbeit in den Skigebieten zu ergänzen - oder eben anders herum. Schön ist, dass sie durch den diesjährigen langen Winter nahtlos von der Piste zu uns an den See kommen können.Auch ich habe den Winter im Sauerland zum Teil mit Snowboarden verbracht und darüber hinaus fleißig an der Entwicklung von Wake and Water am Hillebachsee gearbeitet.

Gibt es denn irgendetwas Neues in der kommenden Saison – irgendwelche Highlights, Veranstaltungen oder Wettkämpfe?

Schon 2014 hatten wir einige Pläne für diese Saison, die wir nun umsetzen wollen. Neben dem Ausbau des Angebotes in unserem Bistro, der Erweiterung der Sonnenterrasse sowie der Restaurierung des Minigolfplatzes schaffen wir 2015 auch für Gruppen lukrative Angebote. Die Anfängerbahn wird in Betrieb genommen und wir errichten einen Grillplatz mit Holzpavillon sowie direktem Blick auf den See und die Anlage. Highlights und Termine haben wir für diese Saison auch geplant. Einige davon sind unter anderem am 2. Mai ein Slalomwettkampf auf unserem neuen Slalomparcours oder die Einweihung unserer Großschanze mit Showspringen. Pünktlich zu unserem ersten Geburtstag am 5. Juli wird dann auch wieder das Seefest stattfinden, welches wir auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft Niedersfeld organisieren. Außerdem ist der Familientag der Westfalenpost bei uns geplant.

Wie sieht die Eröffnung am Wochenende aus?

Am Sonntag geht es nach der langen Winterpause endlich das erste Mal aufs Wasser und wir starten offiziell in die zweite Saison. Ab 10 Uhr öffnen wir unser Bistro und die Wasserskianlage und laden zur ersten Fahrt auf dem See ein. Für das leibliche Wohl wird mit Barbecue, heißen Getränken und ein paar Feuerstellen gesorgt. Warme Ausrüstung haben wir auch und falls der See bis dahin noch mal zugefroren sein sollte, brechen wir das Eis einfach vorher mit unserem Boot. Wir sind also für alles gewappnet. (lacht)

Wie alt war der Jüngste, wie alt der Älteste, der sich aufs Wasser getraut hat und gab es kuriose Begebenheiten?

Wir hatten im letzten Jahr Gäste zwischen 6 und 66 Jahren. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass dieser Sport etwas für die ganze Familie ist. Vor allem, wenn man einen Anfängerkurs bei uns macht, steht einem tollen Erlebnis nichts mehr im Wege. Die eine oder andere kuriose Begebenheit hatten wir mit Verkleidungen. So ist zum Beispiel das Krümelmonster als Teil eines Junggesellinnenabschiedes bei uns gefahren oder ein aufblasbarer Gummihund wurde zum Gefährt umfunktioniert. Wir sind da für jeden Spaß zu haben.

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