Schüler nähern sich spielerisch Thema Sucht

Brilon..  Spielerisch und interaktiv haben sich jetzt Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Lübke-Schule sowie des Petrinum-Gymnasiums in Brilon in der Krankenpflegeschule am Städtischen Krankenhaus Maria-Hilf mit den Themen Liebe, Sexualität sowie Suchtverhalten auseinander gesetzt. Eine Präventions-Aktion der besonderen Art für die jungen Teilnehmer.

„Mit verschiedenen Übungen und Methoden aus der Praxis, ergänzt durch Rollenspiele, wollen wir die Wahrnehmung der Schüler/innen hinsichtlich eigener Grenzen in den genannten Bereichen sensibilisieren und damit ihr Selbstbewusstsein stärken,“ berichtete Gerlinde Ossenbrink vom Kreisgesundheitsamt während der Aktion im Briloner Krankenhaus.

Die Durchführung der verschiedenen Übungen diene laut Aussage der Initiatoren (Kreisjugendamt, Kreisgesundheitsamt und Krankenpflegeschule) nicht der Vermittlung eines gezielten Ansatzes, sondern es gehe darum, den Teilnehmer/innen zu ermöglichen, unterschiedliche Strategien in verschiedenen Situationen anhand vorhandener Kompetenzen und Ressourcen auszuprobieren. Offenheit und Engagement der Schüler/innen waren hier sehr gefragt und wurden auch stets eindrucksvoll demonstriert.

Mit altersangemessenen Aufklärungsmaterialien der „Bundeszentrale für gesundheitliche Bildung“ ging es im Mitmachparcours „Gib Gummi“ an sechs unterschiedlichen, interaktiven Stationen um die Themen Liebe, Verhütung und sexuell übertragbare Krankheiten, und dabei insbesondere um HIV.

Beim Parcours „Klar-Sicht“ drehte sich alles um die elektrische Spielsucht sowie um Alkohol-, Drogen- und Tabakabhängigkeit.

Die moderne Gestaltung des Parcours mit topaktuellen Beispielen und dem Einsatz verschiedener Sinneserfahrungen sorgten dafür, dass die zahlreich erschienenen Jugendlichen (insgesamt rund 250 Jugendliche der Klassen 8, 9 und 10) mit viel Freude aktiv und sehr interessiert an den unterschiedlichen Aktionen teilnahmen.

Erfahrung mit der Rauschbrille

So konnten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise mit einer präparierten Rauschbrille testen, wie es sich mit 1,5 Promille Alkohol im Blut anfühlt. „Wenn ich so mit meinem Fahrrad gefahren wäre, wäre mindestens das Vorderrad schon krumm“, scherzte ein 15-jähriger Schüler und staunte über die Auswirkungen von Alkohol. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man trinkt, um so etwas zu erleben.“

Dabei entwickelten sich auch immer wieder Diskussionen mit den Auszubildenden der Krankenpflegeschule, die mit großem Engagement und einer gehörigen Portion Fachkompetenz die Moderation der Stationen in den jeweiligen Parcours übernommen hatten.