Schockanruf lässt 29-Jährige kalt

Immer wieder versuchen Betrüger durch Schockanrufe Geld zu erbeuten.
Immer wieder versuchen Betrüger durch Schockanrufe Geld zu erbeuten.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Immer wieder versuchen Betrüger, mit Schockanrufen, Geld zu erbeuten. Die Polizei rät deshalb zur Vorsicht, wenn einem Anrufe merkwürdig vorkommen.

Marsberg..  Am Montag ist es zu einem neuen Versuch des Betrugs mit der Schockanruf-Masche gekommen. Gegen 18 Uhr klingelte das Telefon in einer Wohnung an der Hauptstraße in Marsberg. Als die 29 Jahre alte Bewohnerin den Hörer abnahm, meldete sich eine männliche Stimme und berichtete, der Mann der Angerufenen sei in einen schweren Unfall verwickelt. Deshalb werde jetzt dringend und sofort Geld benötigt.

Gewiefte Betrüger

Der Anrufer hatte jedoch nicht lange die Gelegenheit, sich das Vertrauen seines Opfer zu erschleichen beziehungsweise deren Schock über den angeblichen Unfall ihres Mannes auszunutzen. Die 29-Jährige erwiderte dem Anrufer einige kurze Worte und beendete das Telefonat. Denn zum Leidwesen des Betrügers saß der Ehemann der Frau unmittelbar neben dieser. Er erfreute sich bester Gesundheit und war auch in keinen Unfall verwickelt.

Von dieser Vorgehensweise der gewieften Betrüger sind zum größten Teil Personen osteuropäischer Abstammung betroffen. Die Anrufer schildern schwere Unfälle, bei denen oftmals angeblich kleine Kinder schwer verletzt worden sind. Verursacher dieser Unfälle sollen immer enge Angehörige der Angerufenen sein.

Mittelsmänner holen Geld ab

Zusätzlich täuschen die Betrüger in einigen Fällen vor, Staatsanwalt, Polizist oder Rechtsanwalt zu sein. In höchster Sorge um ihre Verwandten kommt es leider in einigen Fällen dann zur Übergabe von Bargeld, das dann von Mittelsmännern am Wohnort der Opfer abgeholt wird.