SC Willingen ist präpariert für alle Fälle
28.12.2011 | 17:49 Uhr 2011-12-28T17:49:00+0100
Willingen. Die Willinger Weltcup-Veranstalter hoffen endlich auf Minustemperaturen. Auch Gastronomie und Liftbetreiber warten auf die weiße Pracht.
Seit 1995 ist kein Weltcup-Skispringen in Willingen mehr ausgefallen. „Nur einmal wurde es witterungsbedingt ganz eng“, erinnert sich der Pressechef des Ski-Clubs Willingen, Dieter Schütz. „Da haben wir vorsorglich auf Plan B zurückgegriffen und Schnee aus der Skihalle Neuss kommen lassen.“ Etliche Lkw transportierten seinerzeit die weiße Pracht ins Sauerland. Am Ende wurde die Notreserve aber gar nicht benötigt.
So weit soll es bei der diesjährigen FIS-Team-Tour vom 10. bis 12. Februar nicht kommen. Obwohl das Winterwetter - im Vergleich zum Vorjahr - nicht so recht mitspielen will. „Wir machen uns noch nicht verrückt. Bis Anfang des Jahres wird es wohl bei den jetzigen Temperaturen bleiben. Dann kann es im Verlauf des Januars aber ruhig kälter werden“, meint Schütz.
Minustemperaturen können noch kommen
Drei bis vier Tage und Nächte bei knackigen Minustemperaturen würden laut Experten ausreichen, um genügend Kunstschnee für die Weltcup-Veranstaltung zu produzieren. „Noch besser wäre natürlich eine längere Kälteperiode am Stück“, ergänzt der Pressesprecher. „Aber wir haben ja noch einige Wochen Zeit. Das wird schon klappen, da sind wir optimistisch.“
Und nicht nur das Top-Event an der Schanze benötigt die weiße Pracht. Der ganze Ort wartet sehnsüchtig auf Schnee. Optimal wären die Tage bis Neujahr und Anfang der kommenden Woche. Denn dann sind Willingen und Umgebung in Sachen Tourismus nahezu ausgebucht.
"Schneemacher" stehen Gewehr bei Fuß
Natürlich ist man in Willingen auf die Schanzenpräparierung bestens vorbereitet. „Schneemacher“ Wolfgang Schlüter und sein Team stehen Gewehr bei Fuß - sobald es Dauerfrost gibt.
Eine Aktion kurz vor Weihnachten verlief mehr als zufriedenstellend. Am frühen Morgen des 19. Dezember unterzog der SC bei Temperaturen von minus 2,8 Grad seine Schneekanonen einem ersten Härtetest. „Alles ist prima gelaufen, die Geräte produzieren die weiße Pracht problemlos“, sagt Schlüter.
Am Abend wurde es dann kalt genug, um die Kanonen auf Dauerbetrieb bis zum frühen Morgen einzustellen. Auch die Schneekanonen an den Skipisten liefen rund um die Uhr. Über den Tag wurde es im Upland bei Plusgraden wieder deutlich zu warm, so dass der Betrieb eingestellt werden musste. Da auch über Weihnachten kein weiterer Einsatz möglich war, ist die weiße Pracht mittlerweile geschmolzen.
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