Saunieren wird auch in Marsberg teuerer

Marsberg..  Ab dem 1. Juli wird das Saunieren in Deutschland teuerer. Auch in Marsberg. Wie berichtet, wird das Saunieren nicht mehr mit dem ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent, sondern mit dem Regelsteuersatz von 19 Prozent besteuert.

Derzeit keine Geldwertkarten

Ab dem 1. Juli werden die Saunagebühren für den Saunabereich im Hallenbad Diemeltal inklusive Hallenbadnützung ohne Zeitbegrenzung von bisher 8 Euro für Erwachsene auf 8,60 Euro und von 6 Euro für Kinder auf 6,50 Euro erhöht. Die Gebührentarife für die Nutzung vom Hallenbad bleiben unverändert bei 2 Euro für Kinder und 3 Euro für Erwachsene ohne zeitliche Begrenzung der Badezeit. Der Stadtrat stimmte einmütig zu.

Bisher konnten die Bürger eine Geldwertkarte erwerben und diese dann für die Nutzung von der Sauna und/oder Hallenbad einlösen. Die unterschiedliche Besteuerung kann aus technischen Gründen bei dem Kauf von neuen Geldwertkarten bislang nicht abgebildet werden. Deshalb können die Geldwertkarten ab sofort nicht mehr gekauft werden, bis die technischen Voraussetzungen erfüllt sind. Alle bisher im Umlauf befindlichen Geldwertkarten behalten weiterhin ihren Wert und können für den Eintritt in die Saunalandschaft und/oder Hallenbad ganz normal eingelöst werden. In Sachen Stadtfinanzen sagte der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters und Stadtkämmerer, Antonius Löhr, dass der Haushaltsplan 2016 von der Bezirksregierung erst genehmigt wird, wenn auch der fehlende Jahresabschluss für 2013 beschlossen ist.

Vorläufige Haushaltsführung

Wie mehrfach berichtet, ist die Stadt dabei, die seit Einführung des neuen kommunalen Finanzmanagement (NKF) weder aufgestellte Eröffnungsbilanz 2009 noch die Jahresabschlüsse von 2009 bis 2012, mit externer Unterstützung nachzuarbeiten. Die Eröffnungsbilanz 2009 ist verabschiedet; die Jahresabschluss 2009 und 2010 sind vom Rat zur Kenntnis genommen. Löhr geht davon aus, dass die fehlenden Abschlüsse 2011 und 2012 in diesem Jahr abgearbeitet sind, der Jahresabschluss 2013 Ende Januar dem Rat vorgelegt werden kann und der Haushaltsplan 2016 erstellt wird. Er hofft, dass im April nach Absegnung des Jahresabschlusses 2013 auch der Haushalt 2016 von der Bezirksregierung genehmigt wird. Bis dahin befindet sich die Stadt in der vorläufigen Haushaltsführung. „Und wenn der Jahresabschluss 2014 vorliegt, dann werden“, so Löhr weiter, „auch voraussichtlich die finanziellen Mittel aus dem Stärkungspakt Stadtfinanzen fließen. Frühestens also nächstes Jahr“. Im Frühjahr 2013 hatte die Bezirksregierung die fehlende Bilanz und Abschlüsse angemahnt. Aufgefallen war das im Zuge der Teilnahme am Stärkungspakt Stadtfinanzen.

Die Stadt nimmt auf freiwilliger Basis daran teil, mit dem Ziel, 2018 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. 6,4 Mio. Euro Konsolidierungshilfe winken. Im Gegenzug hat die Stadt jährlich 1,4 Mio. einzusparen.