Satirischer Jahresrückblick im Oversum

Mr. Cent brachte die Gäste des Neujahrsempfangs in Winterberg zum Lachen.
Mr. Cent brachte die Gäste des Neujahrsempfangs in Winterberg zum Lachen.
Foto: WP
Ein satirischer Jahresrückblick stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs in Winterberg.

Winterberg..  Satire löste in der vergangenen Woche weltweit Trauer und Bestürzung aus, doch in Winterberg schaffte sie es, die Menschen beim dortigen Neujahrsempfang zum Lachen zu bringen.

Hans-Peter Pfennig, seit der Euro-Umstellung als „Mr. Cent“ bekannt, hatte in den letzten drei Jahren sowohl in Winterberg als auch in den Nachbarstädten genau hingeguckt und gab seine Erkenntnisse hieraus in einem satirischen Rückblick zum Besten. So bekamen das Oversum, der neue Bahnhof, der Stadtrat, die Kirmes und die Kirchen genau so ihr Fett weg wie die neuen Rathäuser in Medebach und Hallenberg. Unter dem Gelächter der über 400 Gäste überlegte Mr. Cent, woher die vermeintliche Bombe im Hillebachsee stammen könnte, ob sich Windräder als Schneekanonen eigneten und wusste auch die Lösung für ein großzügiges neues Freibad am Oversum: das Helletal inclusive Elkeringhausen wird einfach geflutet!

Blutspender geehrt

Direkt zu Beginn des Neujahrsempfangs holte Bürgermeister Werner Eickler stille Helfer aus dem Hintergrund ins Rampenlicht, um ihnen zu danken: 22 Blutspender aus dem Raum Winterberg hatten 100-Mal oder noch öfter Blut gespendet, was plastisch ausgedrückt einer Menge von weit über 110 vollen Eimern entspricht! Zum Vergleich: Allein im Regierungsbezirk Arnsberg werden täglich 800 Blutspenden benötigt, um Leben zu retten.

Schöne und schwere Momente

Eicklers Streifzug durch das Jahr 2014 präsentierte sich mit neuem Gesicht. Die Stadt hatte Anregungen der Gäste aufgenommen und einen mit Fotos, Zeitungsberichten und vier Filmen untermalten, kurzweiligen Jahresrückblick zusammengestellt, der durch musikalische Einlagen der Stadtkapelle Winterberg aufgelockert wurde. So erinnerte Eickler an hervorstechende Ereignisse wie die Kommunalwahl, die Jubiläen in Siedlinghausen und Silbach, die GEWI, das IXS Dirt Masters und das Stadtfestival. Die neuen Besitzverhältnisse in puncto Oversum waren ebenso Thema wie das Bahnhofsgelände, die Dreifachsporthalle, die positive Entwicklung des Sommertourismus und der Ausblick auf die Bob- und Skeleton-WM.

Aber auch schwierige Momente kamen vor, wie z.B. die Schließungen der Schulen in Züschen und Niedersfeld, der Schock aufgrund der Windkraftpläne der Bezirksregierung oder die Diskussionen um den Abriss des alten Bahnhofsgebäudes und des Freibades.

Nach dem tragischen Start ins Jahr durch den Bobbahn-Unfall wünschte Eickler allen Winterbergern ein gesundes und erfolgreiches 2015 und somit ein Wiedersehen beim Neujahrsempfang 2016.

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