Sammlung von Herbert Schleich geht an den Heimatbund

Ein Himmel voller Würste in einer Briloner Räucherei
Ein Himmel voller Würste in einer Briloner Räucherei
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Briloner Heimatbund hat die umfangreiche Fotosammlung von Herbert Schleich übernommen.

Brilon..  Es war ihm eine Herzensangelegenheit, dass seine Bilder nicht irgendwo in der Versenkung verschwinden. Noch im Januar hatte die WP über den Hobby-Fotografen Herbert Schleich und seine umfangreiche Fotosammlung berichtet. Dann starb Schleich im März im Alter von 84 Jahren.

Nun haben die Fotos und Dias ein neues Zuhause gefunden. Ehefrau Brunhilde Schleich hat dem Briloner Heimatbund Semper Idem das umfangreiche und einzigartige Fotoarchiv ihres verstorbenen Mannes übergeben.

Der Diplom-Kaufmann Herbert Schleich machte schon Anfang der 50-er Jahre die Fotografie zu seinem Hobby. Als noch niemand daran dachte, baute er sein Archiv mit tausenden Fotos von Stadt und Land, von Häusern, Handwerkern, Bauern und allem anderen, was er für wichtig hielt, auf. „Diese Fotos haben heute einen besonderen Wert, da sie penibel beschriftet sind und die Stadtgeschichte widerspiegeln“, sagt der Vorsitzende des Briloner Heimatbundes, Winfried Dickel. Zahlreiche Reisen führten Schleich in ferne Länder.

Spezieller Blick auf Brilon

Dadurch wurde er weltoffen. Zugleich wurde sein Blick auf Brilon, die Dörfer und die Menschen seiner Heimatstadt gelenkt. Seine Fotografien präsentierte er in zahlreichen Ausstellungen, so z.B. auf der Photokina, in London, Mauretanien, Hongkong und in seiner Heimatstadt. Dabei wurden besondere Arbeiten auch mit Preisen gekrönt. Zu seinem Lebenswerk gehören zahlreiche Veröffentlichungen in Büchern und Zeitschriften.

Neben dem Brauchtum gehörte seine Liebe der plattdeutschen Sprache mit entsprechenden Buchveröffentlichungen. Seine Fotodokumente zeigen u.a. Menschen bei ihrer Arbeit, Sauerländer Originale, profane und sakrale Kunst, sauerländisches Brauchtum und bäuerliche Tätigkeiten.

Brunhilde Schleich: „Es war Herberts Wunsch, dass das Archiv als Ganzes bestehen bleibt. Bei dem Briloner Heimatbund sind die Fotos gut aufgehoben und werden der Nachwelt erhalten.“ Dafür verbürgt sich Vorsitzender Winfried Dickel: „Wir werden die Fotos digitalisieren und zu geeigneter Zeit der Bevölkerung zeigen.“