Salzverbrauch in Brilon fast verdoppelt

Räumfahrzeuges hatten in diesem Winter  vor allem in Brilon, Medebach und Winrterberg mehr zu tun als im Winter davor.
Räumfahrzeuges hatten in diesem Winter vor allem in Brilon, Medebach und Winrterberg mehr zu tun als im Winter davor.
Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Mit dem Frühling ist die Zeit für eine Bilanz des Winterdienstes gekommen: Die fällt in den sechs Altkreis-Städten ganz unterschiedlich aus.

Altkreis..  Nach dem ersten Wintereinbruch mit Dauerfrost und Eisbruchgefahr in den Wäldern vor vier Monaten hat sich nun endlich der Frühling durchgesetzt. Das Salz ist abgewaschen, die Winterreifen werden derzeit in den heimischen Werkstätten gewechselt. Zeit, eine Winterdienst-Bilanz in den sechs Städten des Altkreises zu ziehen.

Brilon

In Brilon wurden in der Saison 2014/15 bis jetzt 902 Tonnen Salz verbraucht - fast doppelt so viel wie in dem Winter davor. 2013/14 waren es 500 Tonnen. Das hat die Stadt in diesem Winter ca. 590 000 Euro gekostet, teilt Franz-Josef Schilling von der Bauverwaltung mit.

Marsberg

Die Stadt Marsberg kommt in diesem Winter auf 517 Tonnen Salz, im Vorjahr waren es 526 Tonnen und im Winterhalbjahr 2012/2013 noch 1005 Tonnen. „Im Vergleich der letzten zehn Jahren liegen wir in dieser Saison unterhalb des Durchschnittsverbrauches von 650 Tonnen“, erklärt Bauamtsleiter Werner Besche.

Zu den Kosten können derzeit noch keine verlässlichen Angaben gemacht werden: Die Stadt gehe davon aus, dass diese sich nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr erhöht haben. Die Kosten des Winterhalbjahres 2013/2014 beliefen sich auf rund 190 000 Euro.

Investitionen aus dem Winterdienst-Budget sind für dieses Haushaltsjahr nicht geplant. „Eingesparte Mittel kommen darüber hinaus dem Gebührenhaushalt und damit den Gebührenzahlern zugute“, so Besche.

Medebach

In Medebach liegt noch keine konkrete Abrechnung vor, da auch im April gelegentlich der Winterdienst notwendig wird. Klar ist schon jetzt, dass dieser Winter 2014/2015 teurer war als sein Vorgänger: In dieser Saison wurden rund 65 Tonnen verbraucht, im Winter 2013/2014 waren es nur 30 Tonnen. Damals kostete der Winterdienst mehr als 57 000 Euro. Für diesen Winter geht Bürgermeister Thomas Grosche von rund 75 000 Euro aus.

In diesem Winter wurde das neue Streusalzsilo (Kosten: 43 000 Euro) in Betrieb genommen. Somit musste weniger mit Sackware gearbeitet werden. „Das hat zwei Vorteile. Zum einen geht der Ladevorgang viel schneller und wir verkürzen die Rüstzeiten“, so Grosche. „Zum Zweiten ist das lose Salz günstiger einzukaufen.“

Hallenberg

Eine intensive Einsatzzeit für den Bauhof war der Zeitraum um die Feiertage des Jahreswechsels mit stärkeren Schneefällen, teilt Markus Kißling von den Technischen Diensten Hallenberg mit. „Der Salzverbrauch lag mit rund 45 Tonnen im Rahmen unseres üblichen Verbrauches.“ Ansonsten hatte der vergangene Winter, wie auch schon der Winter davor, keine Besonderheiten zu bieten.

Olsberg

Im Stadtgebiet Olsberg wurden in diesem Winter 295 Tonnen Salz verbraucht. „In einem mittleren Winter benötigen wir im Schnitt 500 bis 700 Tonnen“, so Pressesprecherin Angelika Beuter. Die Kosten für den Winterdienst lassen sich noch nicht beziffern.

In so einem milden Winter habe der Winterdienst weniger Kosten verursacht, als ursprünglich ver­anschlagt waren. Die nicht verbrauchten Mittel werden der Gebührenausgleichsrücklage zugeführt. Diese dient dazu, für stabile Winterdienstgebühren in den nächsten Jahren zu sorgen. Das Geld wird laut Beuter nicht für andere Zwecke im städtischen Haushalt eingesetzt.

Winterberg

Der Räumdienst in Winterberg hat bisher rund 800 Tonnen Salz verbraucht. Zum Vergleich: Der Salzverbrauch lag in der Saison 2013/2014 bei rund 410 Tonnen, in 2012/2013 bei rund 1020 Tonnen und in 2011/2012 bei rund 500 Tonnen. Besonders gefordert war der Winterdienst, da es laut Bauhofleiter Alexander Vonnahme zu häufigen Frost-Tau-Wechsel gekommen sei.

Zu den Kosten kann Vonnahme derzeit noch nichts sagen, da noch nicht sämtliche Rechnungen (unter anderem vom Landesbetrieb Straßenbau für die Ortsdurchfahrten, von der Stadt beauftragte Unternehmer) vorliegen.