Rene Spies in Winterberg offiziell verabschiedet
10.02.2008 | 17:12 Uhr 2008-02-10T17:12:00+0100Winterberg. Rene Spies bleibt Winterberg erhalten. Dies war vielleicht die wichtigste Nachricht am Samstagabend.
Im Rahmen des Weltcups Bob und Skeleton wurde er auf einer Bühne im Herzen seiner Heimatstadt verabschiedet. Hunderte Fans hatten sich zur Siegerehrung und anschließenden Verabschiedung des wohl besten Bobfahrers in der Geschichte des BSC Winterberg in der Unteren Pforte eingefunden. Winfried Stork, Kreisdirektor und Präsident des Nordrhein-Westfälischen Bob- und Schlittensportverbandes (NWBSV), sprach von einem weinenden und lachenden Auge. „Als Aktiver hätte Rene wohl noch manchen Sieg für sich und die Region erringen und sich vielleicht auch noch den Traum einer olympischen Medaille erfüllen können. Das ist sehr schade. Andererseits bekommen wir nun einen exzellenten Trainer und darauf freuen wir uns riesig.” Bekanntlich hatte Spies wegen einer Verletzung noch vor der Saison seinen Rücktritt erklärt. Doch als Trainer wird er dem Verband erhalten bleiben. „Mit Deiner Hilfe wollen wir den NWBSV noch stärker machen. Willkommen in unserem Team”, so Stork. Auch Bob-Cheftrainer Raimund Bethge ließ es sich nicht nehmen, an der Verabschiedung teilzunehmen. Er sprach von einem geradlinigen Athleten, der sehr persönliche und positive Akzente im Team gesetzt habe. „Sein Rücktritt ist sicherlich ein großer Verlust für uns. Aber ich kann seine Entscheidung verstehen.” Bürgermeister Werner Eickler dankte den zahlreichen Zuschauern, die „der Verabschiedung eines Aushängeschildes für Winterberg und der Region einen würdigen Rahmen geben”. Er bezeichnete den ehemaligen Europameister und zweifachen Olympiateilnehmer als absoluten „Sympathieträger”. „Da gibt es keinen Besseren.” Unter großem Applaus hob Eickler neben den sportlichen Leistungen besonders die Treue des Athleten zu seiner Heimatstadt hervor. „Trotz anderer Angebote bist Du hier geblieben.” Auch der BSD sprach seine Freude darüber aus, Rene Spies im Verband zu behalten. BSC-Vorsitzender Alois Schnorbus schaute trotz vieler Emotionen, die der Rücktritt im Club ausgelöst hatte, in die Zukunft. „Schön, dass Du in anderer Funktion bei uns weiter machst.” Und dann betrat mit Franz Sagmeister noch ein weiterer Athlet die Bühne, der mit Rene Spies viele Erfolge einfahren konnte. Sagmeister, der sich schon vor zwei Jahren vom aktiven Sport verabschiedet hatte, betonte: „Die Zeit mit Rene war wohl die schönste meiner sportlichen Karriere.” Spies selbst bedankte sich gerührt bei allen Weggefährten, die den Erfolg überhaupt erst ermöglicht hatten. Er werde nach 17 Jahren Hochleistungssport nun neue Aufgaben am Stützpunkt übernehmen. „Auch wenn es heute mein Abschied ist. Mein Blick geht nach vorn.”
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