Räumdienste sind für Schnee und Eis gerüstet

Straßen.NRW ist gut gerüstet für den Winter in der Region.
Straßen.NRW ist gut gerüstet für den Winter in der Region.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Brilon kann 1950 Tonnen einbunkern, Winterberg 1500 Tonnen. Wenn Schnee und Eis kommen, trifft es die Straßenmeistereien von Straßen.NRW jedenfalls nicht unvorbereitet. Zum zweiten Mal wird in dieser Saison übrigens auch Sole versprüht.

Altkreis..  Die Autofahrer könnten auf ihn verzichten. Die Touristiker sehnen ihn herbei. Und die Straßenmeistereien sehen es pragmatisch. Sie sind für den Winter gerüstet. 9100 Tonnen Salz hat die Straßen-NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift für ihre Straßenmeistereien in Arnsberg, Brilon, Erwitte, Meschede und Winterberg bereits gebunkert. Das ist mehr als doppelt so viel, wie im letzten Winter mit 4173 Tonnen verbraucht wurde. Das war ja auch kein Winter.

„Vereinzelt haben wir bereits jetzt in den höheren Lagen des Sauerlandes erste Einsätze gefahren“, so Straßen-NRW-Sprecher Oscar Santos. Fällt Schnee oder ist es glatt, werden zunächst die Straßen geräumt und gestreut, auf denen Berufs- und Schülerverkehr unterwegs ist. 43 Fahrzeuge stehen dafür insgesamt parat. Jedes fährt eine festgelegte Route von 40 Kilometern, lädt an einer der Salzhallen Streugut nach und fährt wieder zurück.

Ohne Salz und Salz-Sole geht es auf den überörtlichen Straßen nicht. Sand oder Splitt reichen bei den hohen Geschwindigkeiten, die außerhalb geschlossener Ortschaften gefahren werden, nicht aus. Um aber die richtige „Salzmischung“ zu finden, sorgen Bord-Computer im Führerhaus der Streufahrzeuge für eine optimale Mengenverteilung. Damit das Salz möglichst lange auf der Straße liegenbleibt und nicht verweht wird, befeuchtet man es übrigens.

Zehn Anlagen melden Glätte

„Es gibt einen separaten Behälter für das trockene Salz und einen für die Sole. Erst beim Aufbringen werden Salz und Sole auf dem Streuteller vermischt“, erklärt Santos. Auf Autobahnen ist das Verfahren schon länger im Einsatz. Bei uns jetzt erst im zweiten Winter. Auf Ebene der Regionalniederlassung gibt es zehn Glättemeldeanlagen und flächendeckend Mitarbeiter der Straßenmeistereien, die rechtzeitig Alarm schlagen, wenn das Wetter umschlägt. Immerhin betreuen die fünf Straßenmeistereien 1500 Kilometer Bundes- und Landesstraßen. Allein in einem Radius von drei Kilometern rund um den Kahlen Asten sind es 6,5 km Bundes- und 6,75 km Landesstraßen.

Für die Verkehrssicherheit ist dieser Aufwand gerechtfertigt und eine sinnvolle Investition, wenn man den volkswirtschaftlichen Nutzen in Form von weniger Unfällen und Staus, kürzeren Fahrtzeiten, geringeren Betriebskosten und Ressourcenverbrauch dagegenhält, so Straßen.NRW in einer Pressemitteilung. Da der vergangene Winter größtenteils ausblieb betrugen die Winterdienstkosten für den Landesbetrieb Straßen landesweit rund 13,9 Millionen Euro bei einem Verbrauch von 41 000 Tonnen Salz.