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Propstei sagte Michael Stoiber „Danke“

24.11.2010 | 15:45 Uhr
Propstei  sagte Michael Stoiber „Danke“
Mitglieder sämtlicher Vereine, Verbände und Organisationen waren zum Jahresempfang und Tag des Ehrenamtes zum Abschluss des Kirchenjahres in die Alte Propstei gekommen. Foto: Anentte Dülme

Niedermarsberg.(ad) Michael Stoiber wurde am Sonntagmittag mit dem Ehrenamtspreis besonders ausgezeichnet, stellvertretend für alle 200 ehrenamtlich Tätigen in der Propsteigemeinde Niedermarsberg.

Die Urkunde und den Preis übergaben ihm Propst Norbert Schröer und Elke Meyer, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, im Rahmen des Jahresempfangs und Tag des Ehrenamtes der St.-Magnus-Propsteigemeinde zum Abschluss des Kirchenjahres in der Alten Propstei. Die Kirchengemeinde hatte sich im Vorfeld bei einer schriftlichen Befragung für Michael Stoiber mehrheitlich ausgesprochen. „Eine gute Wahl“, befand der Propst, auch vor dem Hintergrund des nahen 300-jährigen Jubiläums der Josefkapelle Anfang Dezember. Die kleine Kapelle an der Diemel, gegenüber dem Rathaus, ist das älteste Gebäude der Stadt. Und genau um das kümmert sich Michael Stoiber seit 40 Jahren ehrenamtlich und unentgeltlich. Er betreue und pflege vorbildhaft die Josefs-Kapelle, das er als ältestes Haus Gottes als Kleinod tief in seinem Herzen eingeschlossen habe, verlas der Propst die Ehrenamtsurkunde und bedankte sich gleichzeitig bei allen ehrenamtlich Tätigen in den Gremien, Vereinen, Gruppen, Kreisen und Ausschüssen für „Ihre Mitarbeit, den Einsatz und das Durchhaltevermögen, die das Gemeindeleben erst ausmachen, ohne dem Gemeindearbeit gar nicht zu leisten ist und die oftmals zu wenig von der Gemeinde selbst geschätzt wird.“

Der Propst, Elke Meyer, Vorsitzendes des Pfarrgemeinderates, Josef Niggemeier und Michael Röleke vom Kirchenvorstand betonten aber auch, dass in Zukunft Mithilfe und Ehrenamt immer wichtiger werde vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden strukturellen Veränderungen der Kirchengemeinden mit seinen drei Pastoralverbünden im Stadtgebiet.

Vikar Novak wird am 1. August versetzt. Ein neuer Pastor wird für den Pastoralverbund Marsberg-Mitte kommen. Ende 2011 wird Pastor Feldmann pensioniert. Für ihn gibt es keinen Ersatz. Im November 2014 werden alle 16 Kirchengemeinden im Stadtgebiet zu einem großen Pastoralverbund zusammengeschlossen werden mit Sitz in Niedermarsberg. Propst Norbert Schröer geht dann in den Ruhestand. Die Leitung wird ein neuer Propst übernehmen.

Seit einem Jahr ist Elke Meyer die neue Vorsitzende des Pfarrgemeinderates. In ihrem Rück- und Ausblick durch das Kirchenjahr ging sie auf die vielfältigen Aufgaben des Pfarrgemeinderates ein, wie die Organisation des Ostertreffs, der Firmung und der Magnusprozession oder die Gestaltung der Woche für das Leben. 83 Kinder wurden gefirmt, es gab 53 Sterbefälle, 26 Taufen, sechs Eheschließungen, 37 Kinder empfingen die heilige Kommunion. Im kommenden Kirchenjahr will der Pfarrgemeinderat einen pastoralen Schwerpunkt suchen.

Gute Nachrichten (aber keine Entwarnung) in punkto Gemeindefinanzen hatte Michael Röleke vom Kirchenvorstand. Der Schuldenstand von 90 000 Euro in 2009 liegt aktuell bei 21 700 Euro. 38 000 Euro konnten getilgt werden durch Verkäufe aus Erbschaftsangelegenheiten. 19 000 Euro sagte Paderborn zu. Dafür habe sich der Propst eingesetzt. 8 300 Euro kamen als Spenden aus der Gemeinde. Jeder gespendete Euro, versicherte Röleke, werde zielgerichtet eingesetzt.

Aus dem kath. Kindergarten ist das kath. Familienzentrum hervorgegangen als Begegnungsstätte für Jung und Alt. Neuer Trägerstrukturen seien ab 2013 angedacht. Nach Vorgabe des Erzbistums aber auf freiwilliger Basis sei an eine gemeinnützige GmbH gedacht.

Die Renovierung der Josefskapelle bezifferte Röleke auf 16 000 Euro. Das Erzbistum Paderborn übernehme die Hälfte. Röleke appellierte an die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung, „ihre zurückhaltende Haltung aufzugeben und sich auch an den Renovierungskosten zu beteiligen“.

Die evangelische Kirchengemeinde hat die Trägerschaft des Marsberger Warenkorbes übernommen. Die katholische Kirche steht als Kooperationspartner zur Steite.

DerWesten

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Kommentare
24.11.2010
16:50
Blockierter Kommentar.
von breilohn | #1

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