ProBe-Zertifikat für 55 Verbundschüler in Medebach

Pro Berufsorientierung
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Foto: Rita Maurer
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„Ein verfehlter Beruf verfolgt uns durch das ganze Leben“ - diesen Satz des französischen Schriftstellers Balzac zitierte Uwe Kruse, der Leiter der Verbundschule Medebach-Hallenberg, in dieser Woche bei der Feierstunde zur ProBe-Zertifikatsübergabe.

Medebach/Hallenberg.  . „Ein verfehlter Beruf verfolgt uns durch das ganze Leben“ - diesen Satz des französischen Schriftstellers Balzac zitierte Uwe Kruse, der Leiter der Verbundschule Medebach-Hallenberg, in dieser Woche bei der Feierstunde zur ProBe-Zertifikatsübergabe.

55 Schüler und Schülerinnen aus dem achten Schuljahr hatten im Rahmen des Pro-Berufsorientierungsprojektes (Pro Be) das Gegenteil dieses Zitats bewiesen, in dem sie freiwillig ein Jahr lang jeden Mittwochnachmittag zur Berufsschule nach Frankenberg gefahren waren und sich dort über acht verschiedene Berufsfelder wie Holz-, Bau-, Elektro-, Kfz- oder Metalltechnik sowie Gesundheitswesen, Hauswirtschaft oder EDV informiert hatten.

Unternehmen schätzen Zertifikat

Damit konnten diese 55 Schüler einen umfassenden Überblick über ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen gewinnen, der ihnen auf der Suche nach einem geeigneten Beruf ein großes Stück weiterhelfen wird. Die erfolgreiche Teilnahme an dieser sogenannten „werkpraktischen Phase“ wurde jetzt im ProBe-Zertifikat dokumentiert.

Um die Bedeutung des ProBe-Projektes zu würdigen, waren zu dieser von der Tanz-AG der Verbundschule umrahmten Feierstunde auch die beiden Bürgermeister Thomas Grosche und Michael Kronauge erschienen.

Außerdem dabei: Schulrat Hans-Josef Wessel aus Arnsberg, der Leiter der Hans-Viessmann-Berufsschule, Carsten Placht, sowie Sonja Oberliesen und Ulrich Diekmann vom sozialwerk-sauerland, das für die Durchfüh-rung der theoretischen und praktischen Teile von ProBe an der Verbundschule zuständig ist. Thomas Grosche betonte in seiner Ansprache an die Schüler, wie sehr die Unternehmen und Arbeitgeber in der Region dieses Projekt schätzten, da nachgewiesen mehr Auszubildende ihre Ausbildung durchziehen würden, weil sie durch ProBe ausreichend Vorinformationen mitbrächten. Ein ProBe-Zertifikat in der Bewerbungsmappe sei somit ein großer Pluspunkt. ProBe sei außerdem eine große Chance, dem Fachkräftemangel entgegenzutreten und junge Leute in der Region zu halten.

Sahnehäubchen für KAOA-Programm

Uwe Kruse ging auch kurz auf die Pläne der Landesregierung ein, nach der ProBe nicht mehr gefördert werden soll, weil das Programm „KAOA“ (Kein Abschluss ohne Anschluss) künftig verbindlich an allen weiterführenden Schulen in NRW eingeführt wird. KAOA fällt im Hinblick auf die Praxisphase mit drei eingeplanten Tagen deutlich kürzer und damit weniger intensiv aus als die einjährige werkpraktische Phase von ProBe (wir berichteten). Das Balzac-Zitat sei damit auch ein Ansporn für die Städte und die heimischen Unternehmen, ProBe finanziell so zu unterstützen, dass die Praxisphase erhalten werden könne. Damit würde KAOA quasi ein „Sahnehäubchen“ bekommen und die Schüler der Verbundschule auch weiterhin bestens vorbereitet in das Berufsleben entlassen.