Olsberger Schützen diskutieren Zukunft der Borberg-Wallfahrt
10.02.2008 | 16:33 Uhr 2008-02-10T16:33:00+0100
Bei der Stadtverbands-Versammlung der Olsberger Schützenbruderschaften stand die anstehende Kreisversammlung sowie die Zukunft der Borgerg-Wallfahrt im Mittelpunkt.
Wulmeringhausen. (aj) Die Weichenstellung für die Kreisversammlung der Schützen in Madfeld und eine Diskussion über die Borberg-Wallfahrt standen im Mittelpunkt der Olsberger Stadtverbands-Versammlung in Wulmeringhausen.
Nach den üblichen Regularien teilte der Vertreter im Kreisvorstand, Meinolf Hoffe aus Elpe, mit, dass sich bei der Kreisversammlung in Madfeld Kreisoberst Dieter W. Braun aus Winterberg wieder zur Wahl stelle. Gleiches gilt auch für Schatzmeister Arthur Wahle aus Assinghausen. Kontrovers wurde anschließend das „Für und Wider” der alle drei Jahre stattfindenden Borberg-Wallfahrt der Stadtverbände Olsberg und Brilon diskutiert. Zuvor hatte der amtierende Stadtverbandsvorsitzende Martin Wiegelmann von St. Nikolaus Wulmeringhausen das Ansinnen der Olsberger Michael-Schützen bei der Tagung der Vorsitzenden im letzten Jahr aufgegriffen, die Wallfahrt aus Termingründen (dies wurde von den Biggern in der Versammlung unterstützt) zu streichen. Damit scheint man in ein Wespennest gestochen zu haben, denn die Meinungen gingen doch ziemlich auseinander, auch wenn die Teilnahme an der Wallfahrt mitunter sehr zu wünschen übrig ließ. Der Brudermeister von St. Antonius Wiemeringhausen warf christliche Werte in die Waageschale und sah auch in der Ausrichtung kaum Probleme. Die Antfelder (Willy Frese) sprachen sich wegen des Kinderschützenfestes für einen anderen Termin aus. Auch wurde eine verstärkte Teilnahme an der Schützenwallfahrt nach Werl angeregt. Manche Bruderschaften äußersten sich zwar nicht öffentlich, waren einer Abschaffung durchaus nicht abgeneigt oder befürworteten eine Verlegung ins Frühjahr aus. Pastor Klaus Goebel betonte, die Wallfahrt schaffe man nur einmal ab und erinnerte an den Stellenwert des Borbergs als Wallfahrtsort. Zudem mahnte er die Verpflichtung von „Glaube, Sitte, Heimat” an. Klaus Goebel: „Da muss es doch möglich sein, alle drei Jahre diese Werte auf einer Wallfahrt zu dokumentieren.” Da man sich noch einmal in den Bruderschaften beraten will, wurde eine Entscheidung nicht getroffen.