Olsberg will sich fit für die Zukunft machen

Olsberg..  Nicht nur mit dem Zentrenkonzept, sondern auch mit dem Regionale Projekt „Netzwerk Zukunft Kurorte – neu profiliert“ will sich die Stadt Olsberg langfristig fit für die Zukunft machen und sich ein zweites Standbein schaffen.

Bis das jedoch zur Realität wird, dürfte es mindestens 2030, wenn nicht sogar noch einige Jahre später werden. Das wurde in einem Ausblick von Projektleiter Detlef Jarosch von der Firma Project M in der jüngsten Sitzung des Rates ziemlich deutlich.

Ziel des Projekts ist es, marktfähige, ortsbezogene Profilierungsansätze für den Gesundheitstourismus zu entwickeln. Durch passende Lösungen zur Optimierung und Modernisierung der Infrastruktur, dem Aufbau von Netzwerken und der Entwicklung eines Produktrahmens soll die Zukunftsfähigkeit der Kurorte und Heilbäder in der Region Südwestfalen langfristig gesichert werden.

Eine übergeordnete regionale Strategie bilde dabei den Rahmen, heißt es in einem Maßnahmenkatalog, den jetzt der Rat wohlwollend zur Kenntnis nahm.

Zuvor hatte sich auch schon der Beirat der Tourismus und Stadtmarketing GmbH, einschließlich der Gesellschafterversammlung, mit der Angelegenheit befasst und die Gesundheitstouristische Profilausrichtung für Olsberg „Kneipp modern – Natürliches Kneipperlebnis“, ebenso wie der Rat befürwortet.

Kneipp’sche Lehre modern umsetzen

Wie kann sich Olsberg da einbringen? Als einer der ältesten Kneippkurorte Deutschlands vor allem mit der ganzen Bandbreite des Themas Kneipp, mit der Historie, den Kurparks, Wanderwegen und den Anwendungsmöglichkeiten - eben die Kneipp’sche Lehre modern umgesetzt mit Bewegung, Wohlfühlen und Entspannen und bewusstem Genießen. Auch mit dem „Aqua Olsberg“, seinen Fachkliniken und seiner Schullandschaft könnte gepunktet werden. In diesem Zusammenhang wurde sogar der Titel „Bad Olsberg“ wieder ins Spiel gebracht. Der brauche ja nicht unbedingt auf dem Ortsschild stehen, so der Referent von „Project M“, Det-lef Jarosch.Hauptsache man könne ihn vermarkten.

Auch der geplante Generationenpark sei ein Schritt in die richtige Richtung und der legendäre Kurpark Dr. Grüne biete reichlich Möglichkeiten. Weiter nannte Jarosch die Olsberger Konzerthalle und das Haus des Gastes, den Rosenbogen in Bruchhausen und diverse andere entwicklungsfähige Flächen innerhalb der Stadt.

Alles in allem ist dieses Projekt zur infrastrukturellen und städtebaulichen Entwicklung letztendlich auch eine Frage der Finanzierung. Schätzungsweise dürften die Kosten mittelfristig allein für den Bereich „Kneipp modern“ bei mindestens drei Millionen Euro liegen. Auch könnte auf private Träger gesetzt werden, wobei in Anbetracht des auf Kante genähten Olsberger Haushalts reichlich Mittel der öffentlichen Hand her müssten.

Bürger müssen mitziehen

Empfehlungen und Möglichkeiten für das Olsberg der Zukunft gibt es genug, nur die Bürger müssen da auch mitziehen wie der Rat, der den Plänen viel Positives abgewinnen konnte. Deshalb sollen die Bürger auch in den gesamten Prozess mit eingebunden werden.

Kaum eine andere Region vereint Therapie- und Bewegungsangebote sowohl auf touristischer Ebene als auch in vielen Kurorten aus medizinisch-therapeutischer Sicht. Allerdings sind die Potenziale dieser Region längst nicht überall bekannt, geschweige denn optimal ausgeschöpft. Das soll sich langfristig durch eine funktionierende Zusammenarbeit ändern.

Unter anderem mit gezielter Bearbeitung ausgewählter Handlungs-felder sollen große Synergieeffekte erzielt werden. Das heißt: Netzwerke bilden, die Stärken erkennen, fördern und ausbauen. Was im touristischen Bereich bereits erfolgreich funktioniert, soll auch die Kur -arbeiten in Südwestfalen nach vorne bringen.