Notruf-Missbrauch keine Lappalie, sondern Straftat

Brilon..  Der Missbrauch von Notrufen ist keine Lappalie. Darauf macht die Polizei anlässlich eines konkreten Vorfalls aus Brilon aufmerksam.

Dienstagnachmittag ging gegen 16 Uhr bei der Leitstelle der Polizei über die 110 ein Notruf ein. Die Polizei: „Eine Frauenstimme berichtete von einem Verkehrsunfall. Sie sei in Brilon mit ihrem Auto gegen eine Mauer gefahren und brauche jetzt dringend Hilfe. Detaillierte Angaben waren der Anruferin nicht zu entlocken.“

Die Leitstelle alarmierte umgehend die Polizeiwache in Brilon und den Rettungsdienst. Allerdings war im Verlauf der Möhnestraße - diese Strecke hatte die Frau als Ort des Vorfalls angegeben - kein Unfall zu finden. Vielmehr führten Ermittlungen zu einer 50 Jahre alten Frau aus dem Raum Brilon. Diese hatte weder einen Unfall, noch benötigte sie die Hilfe des Rettungsdienstes oder der Polizei. Gegen die Frau wird jetzt wegen des Verdachts des Notrufmissbrauchs ermittelt - immerhin eine Straftat, denn: „In der Zeit, in der die Rettungsdienste sich mit lediglich vorgetäuschten Notfällen befassen, stehen sie nicht für die reale Rettung zur Verfügung.“ Zudem kann bei einem böswilligen Fehlalarm der Verursacher zu den Einsatzkosten herangezogen werden.