Neuer Verein agiert „gegen Windkraft-Wahnsinn“

Marsberg..  Die verstärkten Aktivitäten im Bereich Planung und Bau von Windenergie-Anlagen hat die betroffenen Bürger in den Ortschaften auf beiden Seiten der hessisch-nordrhein-westfälischen Grenze auf den Plan gerufen.

Bildeten sich zunächst auf örtlicher Ebene Bürgerinitiativen, so haben sich inzwischen mehrere Bürgerinitiativen grenzüberschreitend zusammengeschlossen.

Inzwischen hat es schon gemeinsame Initiativen gegeben, unter anderem Flugblattaktionen und Informationsveranstaltungen. Angesichts der juristisch schwierigen Materie benötigen die Bürgerinitiativler auch Rechtsbeistand, um im angelaufenen Verfahren der Bürgerbeteiligung fundierte Stellungnahmen abgeben zu können.

Um die Finanzierung der Aktivitäten sicherzustellen, benötigen die Initiativler dringend Spenden. Deshalb haben sie jetzt gemeinsam einen gemeinnützigen Verein gegründet, der sich die Förderung von Natur- und Umweltschutz sowie Landschaftspflege zum Ziel gesetzt hat.

Er trägt den Namen „Verein zum Schutz der Kulturlandschaft Marsberg-Waldeck“.

Ins Gespräch kommen

Der Verein wird versuchen, mit Bürgerinformation und Gesprächen mit politisch Verantwortlichen Einfluss auf die Standortwahl von Windkraftanlagen zu nehmen und strebt diesbezüglich den geringstmöglichen Eingriff in die Natur und Landschaft an. So sollen etwa gefährdete Tierarten in ihrem Lebensumfeld nicht beeinträchtigt werden. Der Verein setzt sich insbesondere auch für die Erhaltung der über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft ein. Er will die betroffenen Städte beim Planungsprozess im Sinne der Vereinsziele unterstützen.

Zur Vorsitzenden wurde Claudia Kriebel (Erlinghausen) gewählt. Ihre Vertreterin ist Susanne Bartmann (Oesdorf). Kassierer: Kurt Bernhardt (Hesperinghausen). Kassenprüfer sind Vitus Schröder (Erlinghausen) und Johannes Wagner (Udorf). Der Verein hat ein Spendenkonto errichtet.

Der Verein weist darauf hin, dass die Pläne zur Ausweisung von Windkonzentrationszonen im Stadtgebiet im Rathaus ausliegen. Darin ist zu sehen, dass die Stadt mit 2866 Hektar ins weitere Verfahren geht. Die Bezirksregierung hatte 1800 Hektar gefordert. Der Verein fordert alle Bürger auf, sich „gegen diesen Windkraft-Wahnsinn zur Wehr zu setzen“, und ihre Meinung bis spätestens 10. April schriftlich oder zur Niederschrift im Rathaus vorzubringen.