Neue Filtriertechnik geht Pfingsten in Betrieb

Die neue Filtrieranlage für das Waldfreibad Gudenhagen
Die neue Filtrieranlage für das Waldfreibad Gudenhagen
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Auflage des Kreisgesundheitsamtes, das Waldfreibad mit einer modernen Filtrieranlage aufzurüsten, ist man in Brilon nachgekommen.

Brilon..  Draußen ist es nasskalt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt setzen immer wieder Schneeschauer ein. Und dann ein Besuch im Waldfreibad? Da läuft es kalt den Rücken runter. Aber keine Sorge, Eisschwimmen hat in Gudenhagen noch nicht Einzug gehalten. Dafür aber eine neue Wasserfiltriertechnik. Und die soll ab Pfingsten in Betrieb gehen.

Hintergrund: Wegen Umweltkeimen und coli-formen Bakterien war das Bad 2012 vom HSK-Gesundheitsamt vorübergehend geschlossen worden. Danach wurden regelmäßig Proben gezogen. Für Hygiene sorgte die vor gut zwei Jahren zusätzlich neu installierte und optimierte Chlorierungstechnik. Diese Investition in Höhe von 150 000 Euro gehörte schon zu den Auflagen, die das Kreisgesundheitsamt 2012 erließ. Eine weitere Forderung war die technische Aufrüstung des Bades mit einer modernen Filtrieranlage.

„Ende 2013 haben wir mit den ersten Planungen begonnen“, erinnert sich Harald Balkenhol, zuständig für Gebäudemanagement bei der Stadt Brilon. Danach nahm das Projekt den Weg durch die politischen Gremien der Stadt.

Anfang Dezember begonnen

Nach den Auftragsvergaben konnten die Arbeiten Anfang Dezember 2014 endlich in Angriff genommen werden. Zunächst wurde die Bodenplatte am äußersten Ende des Beckens, gegenüber vom Sprungturm auf der flachen Wiese, gegossen und darauf das Gebäude für die so genannte Sandfilterung errichtet. Zum Schluss wurde die Technik von der Energie- und Haustechnikfirma Inco aus Aachen eingebaut.

Das Wasser wird künftig durch eine Pumpe auf vier Filterkörbe verteilt und von dort wieder ins Becken zurückgespült. „Früher hatten wir hier eine Umwälzleistung von 50 cbm in der Stunde. Die neue Anlage schafft 360 cbm und ist damit erheblich leistungsfähiger“, erklärt Dipl.-Ing. Jörn Kaluza. So ist das gesamte Wasser nach etwa 35 Stunden einmal durch die Filter gepumpt. „Es handelt sich hier um eine einfache, aber sehr effektive Sandfiltration“, meint der Fachmann. Durch verschiedene Düsen wird dem Wasser zudem Chlor beigemischt. Auch eine zusätzliche Kohleschicht war angedacht. Doch laut Kaluza ist das in Gudenhagen noch nicht erforderlich.

In den kommenden Monaten stehen noch Restarbeiten an. „Die Steuerungselektronik wird Anfang April geliefert“, berichtet Harald Balkenhol. Danach geht es an die Außenanlagen.

Unter den Planungskosten

Für Verschönerungsmaßnahmen sind u.a. noch Gärtnerarbeiten erforderlich. „Wenn das Wetter mitspielt, ist die Inbetriebnahme dann für Pfingsten geplant“, so Schwimmmeister Dietmar Michel.

Mit 418 000 Euro liegt man im Übrigen einiges unter den geplanten Kosten von 468 000 Euro. „Trotz der restlichen Arbeiten dürfte hier nicht mehr allzu viel hinzukommen“, meint Balkenhol.