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Nach Kyrill ist der Tisch gut gedeckt

06.05.2009 | 17:59 Uhr

Brilon. Erst kam Kyrill und knickte die Bäume um. Dann wurde aufgeforstet. Und jetzt freuen sich Rehe, Hirsche und Co. über einen reichhaltig gedeckten Tisch: Überall locken leckere, gut-gedüngte Jungpflanzen, die es anzuknabbern lohnt.

Mit dem Thema „Wildschadenverhütung und Lebensraumgestaltung nach Kyrill” befasste sich gestern ein Seminar.

Stadtforstamt und Landesbetrieb Wald und Holz hatten dazu Interessenten aus ganz NRW nach Brilon eingeladen. Denn die Problematik ist brandaktuell. „In manchen Bereichen unserer Neuanpflanzungen sind bis zu 50 Prozent vom Wildverbiss betroffen, in anderen weniger. Das Prinzip der großen Fläche ist mancherorts gescheitert”, sagt Dr. Gerrit Bub, Leiter des Stadtforstamtes Brilon. Im Klartext heißt das: Die Fachleute hatten gehofft, dass im Verhältnis Pflanze und Wild die Menge an Setzlingen die Oberhand behalten würde. 500 000 Stück sind im Boden. Doch nun scheint in manchen Fällen nur noch das letzte Mittel zu greifen: Einzäunen.

Mängel im Lebensraum

Für Dr. Michael Petrak von der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung zeigen Wildschäden zuallererst gestörte Umweltbeziehungen an. „Die Tiere sind nicht alleinige oder hauptsächliche Ursache. Sie weisen durch ihr Verhalten auf Mängel im Lebensraum und auf Fehler in der Behandlung der Wildbestände hin”, sagt der Biologe.

Da können solche Methoden helfen, wie jetzt im Briloner Wald angewandt. Auf mehreren Kyrill-Flächen werden Wild-Äsungsflächen angelegt. Die einstigen Fichtenbestände wurden abgeräumt und mit spezieller Kräutermischung eingesät. An den Rändern wachsen - vor Verbiss geschützt - Eichen und Kastanien, die später leckere Früchte tragen. Durch angeschobene Wälle aus Wurzeln und Holz sind die Flächen sichtgeschützt, so dass Reh und Hirsch hier in Ruhe erstklassig „speisen” können.

An anderer (feuchter) Stelle wurden Weidenstöcke in die Erde gesetzt. Sie treiben schon jetzt erste Knospen und sind für das Wild wie ein leckeres Schnitzel, für das es gern mal eine weniger schmackhafte Buche verschmäht. Das Angebot muss stimmen, Ess- und Lebensgewohnheiten der Tiere müssen gelenkt werden.

Kann Jahre dauern

Bis die Setzlinge - je nach Sorte - den Fressfeind Wild „überlebt” haben, kann es Jahre dauern. Das heißt, die Forstleute sehen erst nach und nach, wo erneuter Handlungsbedarf besteht. Andererseits herrscht aber großer Zeitdruck, weil Fördermittel nicht unendlich sind. „Wald und Wild muss die Devise lauten, nicht Wald vor oder Wald gegen Wild”, setzt Dr. Bub auf gegenseitiges Verständnis aller Beteiligten.

Thomas Winterberg

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14.06.2009
22:05
Nach Kyrill ist der Tisch gut gedeckt
von Chinese | #4

# 2@ Hallo Herr Andreas werde Lehrer oder Papst da du ja unfehlbar zu sein scheinst !!!! Schon mal darüber nachgedacht das Herr Scholz ein Franzose sein könnte ?????

07.05.2009
18:55
Nach Kyrill ist der Tisch gut gedeckt
von Pragst Beate | #3

Man pflanzt meistens Monokulturen. Würde man zwischen die Fichten Hasel, Buche und Ahorn setzen, würden die Rehe diese anknabbern. Diese Bäume sind nicht kaputtzukriegen, auf wenn sie dadurch evtl. kleinwüchsig bleiben.

Die eigentliche Ursache, daß sich die Rehe in den Wald zurückziehen, ist die Angst vor der Jagd. Normalerweise würden sie an den Waldrändern auf den Wiesen leben und dort die Kräuter äsen.
In unbejagten Gebieten hat man dieses Problem nicht, auch ist die Fluchtdistanz dieser Tiere dort geringer.

Die Anlage von Äsungsflächen ist auch eine gute Möglichkeit, fragt sich nur, ob der Hintergedanke des leichteren Abschusses durch die Jäger mit auschlaggebend ist.

natur-ohne-jagd.de

07.05.2009
15:56
Nach Kyrill ist der Tisch gut gedeckt
von Andreas23 | #2

Hallo Herr Scholz, lesen Sie Ihre Mail vor dem Absenden? Was nützt es, wenn Sie in der Sache gar nicht so falsch liegen, aber ihr Kommentar vor Fehlern strotzt und dadurch vom Thema ablenkt?

07.05.2009
10:16
Nach Kyrill ist der Tisch gut gedeckt
von Hartmud Scholz | #1

Es muss doch mölichkeiten geben,das die Jagdpächter,endlch ihre Pflicht tuen.Geldstarfen sind zwecklos(die haben genug) Die frage ist doch sind diese Herschaften in der lage Ihre Reviere in Ordung zu halten?Ich laube Inen sind Geweihe wichtger als der Wald.Aber kein Wild ohne gesunden Wald meine Herrschaften!

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