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Kirchenvorstand

„Mut für unangenehme Entscheidungen“

22.09.2012 | 09:00 Uhr
„Mut für unangenehme Entscheidungen“
In der Propsteigemeinde Brilon wird sich laut Propst Dr. Reinhard Richter einiges ändern.Foto: Hendrichs

Altkreis. Keine leichte Aufgabe: Die Mitglieder des Kirchenvorstandes sind verantwortlich für Vermögensverwaltung, Personal und Investitionen. Angesichts knapper Kassen und großem Sanierungsbedarf bei vielen Kirchengebäuden sowie den entstehenden pastoralen Räumen ist das kein Kinderspiel. Die Wahlen des Kirchenvorstands finden am 17. und 18. November im gesamten Erzbistums Paderborn statt.

„In Brilon wird es eine deutliche Veränderung geben“, so Propst Dr. Reinhard Richter im Pastoralbrief. Die Katholikenzahl sei von mehr als 10 000 auf 9467 gesunken. Deshalb setzt sich der Kirchenvorstand künftig nicht mehr aus 16, sondern aus 10 Mitgliedern zusammen. „Das ist für die zu bewältigenden Aufgaben sicher keine Erleichterung“, so Propst Richter weiter.

Konkret bedeutet das: In Brilon scheiden acht Mitglieder aus. Per Los werden drei weitere gezogen, deren Amtszeit verkürzt wird - sie scheiden ebenfalls aus. Das heißt: Fünf bewährte Mitglieder bleiben und fünf neue werden gewählt. Alle ausgeschiedenen Mitglieder können wieder kandidieren.

In der Propsteigemeinde Marsberg ist die Lage entspannter. Noch liegt die Anzahl der Gemeindemitglieder über der entscheidenden Grenze von 4000, deshalb zählt der Kirchenvorstand weiterhin insgesamt acht Personen. Für die vier zu wählenden Mitglieder gibt es mehr als genug Kandidaten. „Alle haben sofort zugesagt. Sie sind einfach gut, wir könnten jeden gebrauchen“, sagt Propst Norbert Schröer.

Er war selbst überrascht, dass es trotz der anstehenden Veränderungen und Herausforderungen ausreichend Bewerber gibt. „Ich glaube, dass ein Mitglied im Kirchenvorstand hier noch besonderes Ansehen genießt.“ Ihn freut, dass auch zwei Frauen kandidieren.

Die größte Herausforderung, die auf den Kirchenvorstand in Marsberg zukomme, sei die Erweiterung des Pastoralverbundbüros. Das steht auch in Brilon an - ebenso wie eine Lösung für finanziell nicht mehr tragbarer Kirchen. Probst Richter erwartet vom neuen Kirchenvorstand „Mut und Ausdauer, eben auch unangenehme Entscheidungen ggfls. öffentlich mitzutragen“. kago

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2012-09-22 09:00
Nachrichten aus Brilon, Marsberg und Olsberg