Musikalischer Abend an der Bieke und offene Tür im Archiv

Bigge..  Die Dorfgemeinschaft Bigge hat in ihrer Jahreshauptversammlung Bilanz gezogen. Vorsitzender Josef Röttger jun. blickte kurz auf die Aktivitäten und lobte vor allem den Stammtisch „Dick und Durstig“, der bei der Pflege der Anlagen (Torbogen, Milchbock, Jahnplatz) – eine der Hauptaktivitäten des Vereins – tatkräftig mit anpackt.

Bei den Vorstandswahlen wurde Josef Röttger als Vorsitzender bestätigt. Auch das Amt des Kassierers, das seit gut einem Jahr vakant ist, galt es zu besetzen. Auf Vorschlag aus der Versammlung erklärte sich Kurt Börgartz bereit, das Amt des Kassierers bis zur nächsten Versammlung zu übernehmen und einen der Kandidaten einzuarbeiten, sobald die Gespräche beendet sind. Börgartz erhielt das Vertrauen der Mitglieder.

Josef Röttger kündigte an, dass der musikalische Abend an der Bieke in diesem Jahr endlich wieder stattfindet. Am Freitag, 21. August, sollen ab 19 Uhr die Ruhrtalmusikanten zum gemütlichen Abend in der Altstadt aufspielen. Auch soll in Kürze das Bigger Archiv an der Hauptstraße mit einem Tag der offenen Tür vorgestellt werden.

Gegen Stolpersteine

Wie in der Mitgliederversammlung 2014 besprochen, diskutierten die Mitglieder noch einmal über das Thema Stolpersteine. Alle Anwesenden waren sich einig, dass das Gedenken wichtig ist und die damalige Zeit nicht in Vergessenheit geraten darf. Dass die Stolpersteine allerdings vermarktet zu werden scheinen, ließ die Forderung nach alternativen Formen bestehen. Und so stimmte die Mitgliederversammlung mit deutlicher Mehrheit dagegen, einen Stolperstein zu spenden. Die Unterstützung einer Schrift über die Geschichte der jüdischen Gemeinde, die Pflege des Denkmals in der Bruchstraße oder Alternativen zu den Stolpersteinen wurden nicht in Frage gestellt.

Ortsheimatpfleger Michael Maiworm teilte mit, dass am 24. Juni eine Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Mitbürger in der Stadt Olsberg stattfinden wird. Einer der letzten noch lebenden Bigger jüdischen Glaubens aus der Zeit des Nationalsozialismus plant an diesem Tag seinen Besuch aus den USA, wo er seit der Flucht der Familie lebt.