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Musik verbindet über viele Grenzen hinweg

31.10.2012 | 16:46 Uhr
Musik verbindet über viele Grenzen hinweg
Die Doncaster Youth StagebandFoto: Katja Gohsmann

Bigge. Das kleine Mädchen mit der Triangel schließt für einen Moment die Augen, versinkt in der Musik. Neben ihr trommelt ein Junge voller Freude auf den Bongos: Beim Auftritt der Doncaster Youth Stageband aus England in der Schule an der Ruhraue durften die Schüler bei einigen Stücken mitspielen. Ein großer Moment für die Kinder und Jugendlichen mit geistiger oder körperlicher Behinderung - egal ob vorn bei den Musikern oder im Publikum.

Kontakt nach England

„Viele unserer Schüler können kein Konzert besuchen, weil sie auf Hilfe angewiesen sind“, erklärt Lehrerin Barbara Schilling-Stratmann. Sie hatte mitbekommen, dass die Doncaster Youth Stageband unter der Leitung von John Ellis beim Sauerland-Herbst auftritt. Über seinen Bruder Graham Ellis von der Musikschule Hochsauerlandkreis kam der Kontakt zustande - und die jungen Engländer wollten für ein Mittagessen gern in Bigge spielen und die Schüler kennenlernen.

Bevor das Konzert in der Sporthalle der Schule richtig losgeht, bekommt Schüler Leon das wohl lautstärkste Ständchen seines Lebens zum Geburtstag. Die Eröffnungsfanfare wird von Schülern an der Ruhraue gespielt. Dann übernehmen die englischen Nachwuchsmusiker und begeistern das Publikum, erst mit jazzigen Stücken, dann mit Musik von ZZ Top und Bon Jovi. Die Kinder und Jugendlichen mit Behinderung klatschen, wippen und einige tanzen sogar mit.

Als dann ihr musikalischer Einsatz gefragt ist, lassen sich viele nicht lange bitte und suchen sich ein Instrument aus. Rasseln, Klanghölzer, Trommeln und Tamburin werden von Kinderhänden im Rhythmus benutzt und zum Klingen gebracht.

Zwischendurch präsentiert die Doncaster Youth Stageband wieder ihr Können. Die ganze Halle klatscht mit. Lautstark verlangen sie erst eine Zugabe, dann noch eine! Bei so viel Überzeugungskraft überziehen die Musiker den Stundenplan natürlich gern.

„Das war super!“ und „Es hätte noch bis zum Schulende dauern können!“: Überall strahlende Gesichter nach dem Konzert der etwas anderen Art - außer bei dem jungen Musiker an den Bongos. Der kleine Emanuel will noch nicht gehen. Aufhören, wenn es am schönsten ist - davon hält er offenbar nichts.

Rolli-Basketball

Dabei wartet es, das versprochene Mittagessen: Die jungen Engländer essen gemeinsam mit Schülern, die Englisch im Unterricht lernen. Dann folgt eine Schulführung und anschließend noch eine Runde Rolli-Basketball. „Wir wollen den Austausch zwischen den Jugendlichen und auch zwischen den einzelnen Ländern fördern“, erklärt Lehrerin Barbara Schilling-Stratmann. „Ein voller Erfolg.“

Von Katja Gohsmann

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