Mit Stufenkonzept Bahnhof Brilon Wald sanieren

Die Bauarbeiten am Bahnhof Brilon Wald sollen und müssen jetzt losgehen. Paul Witteler (l.) und Eckhard Lohmann gehören zu den Initiatoren
Die Bauarbeiten am Bahnhof Brilon Wald sollen und müssen jetzt losgehen. Paul Witteler (l.) und Eckhard Lohmann gehören zu den Initiatoren
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Investoren des Erlebnishotels switchen ihre Pläne etwas um. Da sie wegen der Fördermittel unter Zeitdruck stehen, gehen sie als erstes das Erdgeschoss an.

Brilon Wald..  Sie wollen mit ihrem Projekt hoch hinaus, aber bleiben nun erst einmal auf dem Boden. Aber immerhin: Sie fangen an. Das Erlebnishotel Waldbahnhof wird in einem ersten Schritt zur Waldbahnhofs-Gastronomie. Der Umbau des Bahnhofgebäudes zum Hotel wird auf einen späteren Ausbauschritt verschoben.

„Die Ausschreibungen gehen jetzt raus“, sagt Eckhard Lohmann, Architekt aus Brilon und einer der Initiatoren des Erlebnishotels. Es wird auch Zeit, denn es steht Geld auf dem Spiel. Zwar nur ein kleiner Teil des auf drei Millionen Euro kalkulierten Gesamtkostenrahmens, aber immerhin. Die vom Land bewilligten Denkmalpflegemittel in Höhe von 40 000 Euro müssen ebenso wie eine Zuschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Höhe von 10000 Euro in diesem Jahr abgerufen und verbaut werden.

Zusammen mit den Bundesmittel in Höhe von 250 000 Euro und den Eigenmitteln stehe den Investoren ein Budget von einer Millionen Euro für den ersten Ausbauschritt zur Verfügung, so Paul Witteler, Inhaber des Briloner Autohauses, der ebenfalls zu dem Kreis Briloner und Willinger Unternehmer gehört, die den Bahnhof zwischen den beiden Städten wieder revitalisieren und dazu beitragen wollen, den Briloner Süden touristisch weiter zu erschließen.

Mit dem ersten Schritt erfüllen die Investoren die denkmalpflegerischen Vorgaben an der Fassade und richten in dem Gebäude die Gastronomie ein. Architekt und Sanierungs-Fachmann Lohmann legt dabei Wert auf Authentizität: „Was sich restaurieren lässt, wird restauriert. Der Rest wird dem bauzeitlichen Vorbild nachempfunden!"

So erhält das Gebäude zum Beispiel neue Sprossenfenster, neue Türen und einen neuen Fassadenputz. Und oben drauf wird die original Kronendeckung, eine Dachgestaltung mit doppelt liegenden Ziegeln, wiederhergestellt. Material, um die schadhaften Bereiche auszubessern, ist reichlich vorhanden. Lohmann: „Da gibt es noch einen großen Vorrat.“ 860 Ziegel, so hat Eckhard Lohmann ermittelt, müssen ausgetauscht werden.

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Erfreut - und angesichts der sonst angefallenen Kosten - erleichtert sind die Investoren über den Zustand der Öl-Heizung. Die haben die Eisenbahner „absolut ordnungsgemäß“ (Lohmann) eingemottet, als sie vor rund 15 Jahren das Gebäude verließen. Die beiden Kessel seien in einem ebenso einwandfreien Betriebszustand wie die gusseisernen Radiatoren. Lediglich die Steuerung der Anlage und die Thermostate müssen auf den Stand der Technik gebracht werden.

Konkrete Angaben über die weitere zeitliche Realisierung ihres Konzeptes wollen Paul Witteler und Lohmann nicht machen. Mittlerweile gehören rund 60 Investoren zu der Waldbahnhof Sauerland Brilon-Willingen GmbH & Co KG. Es dürfen noch mehr werden.