Mit Hoppeditz und Dreigestirn

Auch bei der 40. Auflage ihrer Kappensitzung stellten die Lieser Narren mit ihrem Dreigestirn Prinz Michael II., Bauer Thorsten I. und Ihrer Lieblichkeit Larissa I. wieder ein kunterbuntes Programm auf die Beine.
Auch bei der 40. Auflage ihrer Kappensitzung stellten die Lieser Narren mit ihrem Dreigestirn Prinz Michael II., Bauer Thorsten I. und Ihrer Lieblichkeit Larissa I. wieder ein kunterbuntes Programm auf die Beine.
Foto: Rita Maurer
Was wir bereits wissen
Mit Hoppeditz und Dreigestirn wurde in Liesen die Karnevalssession eröffnet.

Liesen..  Der einzige, der am Samstagabend in der kunterbunt geschmückten Schützenhalle in Liesen keine Miene verzog, war der hölzerne Hoppeditz, das Wahrzeichen des Lieser Karnevals. Er thronte auch bei der 40. Auflage der Kappensitzung hoch oben über der Tanzfläche und hatte das gut dreistündige Programm sowie den Elferrat mit seinem Sitzungspräsidten Norbert Brieden gut im Blick.

Bürgermeister per Video

Bürgermeister Michael Kronauge, der sich in seinen 20 Dienstjahren bisher nur einmal vom Rathausbrand hatte abhalten lassen, das Dreigestirn zu proklamieren, war in dieser Session verhindert und wurde daher samt Narrenkappe aus dem Rathaus per Videobotschaft zugeschaltet. An seiner Stelle übernahm Ortsvorsteher Ulrich Brieden die Proklamation von Prinz Michael II., seines Zeichens „ehemals begehrtester Junggeselle von Liesen und Frauenversteher“, „dem größten Bauern aller Zeiten“ Thorsten I. und Ihrer Lieblichkeit Jungfrau Larissa I. Die drei vereint, dass sie nicht gebürtig aus Liesen stammen, sondern wegen der „schönsten Frauen der Welt“ dorthin gezogen sind. Was sie zudem mit Schneewittchen, Brotkäppchen, den sieben Zwergen und Rapunzel zu tun haben und dass Larissa auch unter ihrem Gewand eine wirklich gute Figur macht, brachten Beweisvideos ans Licht.

Der Orden „Wider den tierischen Ernst“ ging an Gerd Schnorbus, der mit elf Jahren in den Lieser Karneval einstieg und seit 40 Jahren aktiv dabei ist.

Die befreundete Karnevalsgesellschaft aus Münden war nicht nur mit Prinzenpaar und Elferrat vor Ort, sondern stellte auch gleich den ersten Büttenredner, einen bewährten Facharzt für plastische Chirurgie und Notschlachtung. Carmen Henze zeigte sich in puncto Schlager noch kritischer als Dieter Bohlen und bewies, dass Heino sein Schweizer Madel 19 Stunden und 12 Kilometer über drei Hütten gejagt haben musste, bevor sich in der vierten dann die Spur der beiden verlor. Aber dafür lag umso klarer auf der Hand bzw. der Auslegeware, was Loriot seinerzeit unter „Liebe im Büro“ verstanden hatte.

Funkengarden und Prinzenhymne

Dass die Lieser Musik und Rhythmus im Blut haben, bewiesen sie quer durch alle Generationen: Gleich vier Funkengarden sorgten mit ihren schwungvollen Tänzen für Stimmung, dazu das Männerballett, die Linedancer, die „tanzenden Taschen“, die sterbenden Schwarzlicht-Schwäne, die „Heiteren Berufe“ und die Gruppe „Shake it“.

Der Musikverein „Die Liesetaler“, der in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert, hatte die musikalische Gestaltung des gesamten Abends fest im Griff und intonierte während des Programms alleine fast 30 Mal den Narhallamarsch und zum großen Finale dann die Lieser Prinzenhymne „Einmal Prinz zu sein“. Und nach dem verschmitzen Lächeln vom Hoppeditz zu urteilen, hat ihm auch die 40. Kappensitzung wieder bestens gefallen.