Tödliche Explosion
Minister Uhlenberg besucht Unglücksstelle in Brilon
07.02.2010 | 10:20 Uhr 2010-02-07T10:20:00+0100
Brilon. Sichtlich mitgenommen stand die Gruppe rund um NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg vor dem Gebäude, in dem am Freitag ein Kessel explodiert war und so drei Menschen in den Tod gerissen hatte. Schweigen statt großer Politikerworte.
Er wolle sich über die Explosion bei der Firma Egger in Brilon selbst vor Ort informieren, sagte NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg, als er am Samstag in der Stadt des Waldes ankam. Das Mitgefühl der gesamten Landesregierung sei den Menschen in Brilon und vor allem den Angehörigen der drei Verstorbenen sicher. "Ein trauriges Ereignis", betonte der Minister immer wieder.
Feuerwehrleute dabei
In Begleitung verschiedener politischer Vertreter aus der Region sowie einiger Feuerwehrleute, die noch am Tag zuvor vollen Einsatz gezeigt hatten, wurde er zu der Anlage geführt, in der sich das Unglück ereignet hatte. Statt großer Worte standen der Minister und die gesamte Gruppe schweigend und in sich gekehrt vor dem Gebäude.
"Beim Blick in das Gebäude wird die Wucht der Explosion erst richtig deutlich", sagte der heimische Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg. Die Verwüstung sei unglaublich. "Es müssen gewaltige Kräfte gewirkt haben." Die Tür des Gebäudes sei durch die Druckwelle herausgerissen worden.
In Gedanken bei Angehörigen
Ein Schlucken konnte der Bürgermeister der Stadt Brilon, Franz Schrewe, nicht verbergen. In Gedanken sei er die ganze Zeit bei den Angehörigen der Opfer. Und dem Landrat des Hochsauerlandkreises, Karl Schneider, lag eines besonders am Herzen: "Ich möchte mich bei den Einsatzkräften bedanken, die schnell zur Stelle waren und hervorragende Arbeit geleistet haben."
Zur Unglücksursache könne man noch keine Angaben machen, betonte Mattias Keuthen, Unternehmenssprecher der Firma Egger. "Es liegen noch keine neuen Erkenntnisse vor." Die Staatsanwaltschaft ermittele weiter.
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