Mietkosten werden refinanziert

Hesborn..  Das Technische Hilfswerk (THW) in Hesborn wird von einem Finanzpaket profitieren, das der Haushaltsausschuss des Bundestages im November beschlossen hat. Bundesweit werden dem THW bis 2018 27 Millionen Euro für Bau- und Sanierungskosten bereitgestellt, teilte SPD-Bundestagsabgeordneter Dirk Wiese jetzt mit.

Die THW-Abteilung Hesborn steht mit auf der Prioritätenliste, ihr Anteil ist jedoch verhältnismäßig gering. Warum aber gerade das eine gute Nachricht bedeutet, erläuterte der THW-Geschäftsführer Bernd Mielisch aus Arnsberg auf Anfrage der WP. Der Ortsverband Hesborn, der in der Alten Schule stationiert ist, umfasst aktuell 46 erwachsene und 37 jugendliche Helfer, 12 befinden sich in der Ausbildungsgruppe. Aufgrund dieser für das vergleichsweise kleine Hesborn überdurchschnittlich guten Besetzung wurde vor einigen Jahren ein zusätzlicher Jugendraum erforderlich, der durch viel Eigenleistung und Unterstützung der Firma Borbet eingerichtet und den bereits vorhandenen Gruppenräumlichkeiten angegliedert werden konnte.

„Insgesamt gut aufgestellt“

Aus dem Finanztopf des Bundes werden nun die Mietkosten hierfür refinanziert. Andere THW-Abteilungen erhalten dagegen auch Gelder für Neubauten oder Sanierungen. „Dass wir solche Maßnahmen nicht brauchen, zeigt ja, wie gut wir in Hesborn und auch insgesamt im HSK im Gegensatz zu anderen Ortsverbänden in Deutschland aufgestellt sind“, bestätigte Mielisch. Hesborn verfüge über einen Zugtrupp, eine Bergungsgruppe und eine sogenannte „Fachgruppe Infrastruktur“. Rund 20 Mitglieder seien stets deutschlandweit einsetzbar, wie zuletzt vor anderthalb Jahren beim Hochwasser an der Elbe bewiesen.

Im Schnitt leisten die Hesborner Mitglieder 120 bis 150 ehrenamtliche Stunden pro Jahr, im Einzelfall bis zu 300 Stunden, darin seien die Einsätze noch nicht enthalten. Mielisch: „Ich bin stolz auf Hesborn.“